Montag, 20. Oktober 2014
Historisch: Erster Hofbauer-Kongress in Frankfurt am Main
Vom 7. bis 9. November passiert es wirklich: Das sagenumwobene Hofbauer-Kommando macht das Rhein-Main-Gebiet unsicher. Es ist eine riesige Ehre und vor allem dem Filmkollektiv Frankfurt zu verdanken, dass die Eingreiftruppe ihr Stammterritorium Nürnberg für ein Wochenende verlässt, um einige der größten Schätze der vergangenen Kongresse ("Der Perser und die Schwedin", "Roulette d'amour") im Uni-Kino Pupille und im Filmforum Höchst zu zeigen. Weiter aufgewertet wird die Veranstaltung mit exklusive Einführungen ausgewählter Perlen durch die Ferroni Brigade. Es lohnt schon allein die Anreise, um einmal Olaf Möller ekstatisch von einem völlig unbekannten Film schwärmen zu hören. Ich freue mich darüber hinaus besonders auf Ernst Hofbauers nächsten Schlagerfilm "Tausend Takte Übermut". Der erster Link führt zu den anregenden Programmtexten des aktuellen Kongresses, der zweite zurück zum letzten glorreichen Kongress samt der drei Movies & Sports-Podcasts.

Freitag, 07.11. (Filmforum Höchst)

16.30 Uhr - UNERSÄTTLICHE TRIEBE
18.30 Uhr - FRANKFURT KAISERSTRASSE
22.45 Uhr - 69 – VORSPIEL ZUR EKSTASE
01.00 Uhr - TAUSEND TAKTE ÜBERMUT
03.00 Uhr - "STÄHLERNER ÜBERRASCHUNGSFILM"

Samstag, 08.11. (Filmforum Höchst)

16.30 Uhr - HERBSTROMANZE
22.45 Uhr - NORDISCHE NÄCHTE – VERSCHWIEGENE PARTIES
01.00 Uhr - SÜNDE MIT RABATT
03.00 Uhr - "VIDEOKNÜPPEL"

Sonntag, 09.11. (Uni-Kino Pupille)

16.30 Uhr - DER PERSER UND DIE SCHWEDIN
18.15 Uhr - TANJA – DIE NACKTE VON DER TEUFELSINSEL
20.00 Uhr - … UND NOCH NICHT SECHZEHN
23.15 Uhr - BARON PORNOS NÄCHTLICHE FREUDEN
01.00 Uhr - SCHWEDISCHER SOMMERWIND
03.00 Uhr - EXPECTATIONS – HEMMUNGSLOSE VERFÜHRERIN

Links: - 1. auswärtiger Sondergipfel, - 13. Hofbauer-Kongress

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Donnerstag, 2. Oktober 2014
Tarantino spricht über New Beverly-Programm

Das nächste Bühnenstück? Aldrichs "Ardennen 1944"
Wer endlich einmal verstehen will, warum 35mm-Kopien den digitalen Kopien auf allen Ebenen so überlegen sind, der höre sich Quentin Tarantino an. Dieses Plädoyer muss verbreitet werden. Der Regisseur war in der Radiosendung "The Treatment" zu Gast bei Elvis Mitchell. Knapp eine halbe Stunde lang spricht er über die Magie des echten, flickernden Kinos, seine Programmauswahl im ersten Monat und was da noch kommen wird. Wer also wissen will, wer hinter Elvis Presley der attraktivste Schauspieler der Filmgeschichte ist, wie sich Roland Emmerich um die Bewahrung von Kopientechniken verdient gemacht hat und welche Kurzfilme vor dem Hauptprogramm laufen, hört bei "The Treatment" rein (am Ende des Artikels verlinkt). Wer allerdings schon wissen will, welche Filme Tarantino im November zeigt, schaut bei Amy Nicholsons L.A. Weekly-Artikel vorbei. Dort lässt sich Tarantino nämlich schon ein wenig in die Karten schauen: Ein Double Feature wird um den Themenkomplex Gefängnisgewalt kreisen. "Fortune and Men's Eyes" und "Short Eyes" beeinflussten in den 1970er-Jahren, laut Tarantino, die Darstellung von Gefängnissen im Kino. Diese beiden Filme sollen die bis dahin verharmlosende und ausblendende Filmsicht verändert haben, indem sie die schonungslose Gewalt und die sexuellen Übergriffe unter Mithäftlingen in aller Deutlichkeit zeigten.

Links: - The Treatment - L.A. Weekly

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Montag, 29. September 2014
Tarantinos komplettes Oktober-Programm im New Beverly Cinema

Aushang zum Glück © New Beverly
Da ist er, der erste komplette Tarantino-Monat im New Beverly Cinema in Los Angeles. Und wie es scheint, schon der vorletzte Monat, den Tarantino selbst programmieren wird, da jetzt die Dreharbeiten zu "The Hateful Eight" bereits Anfang Dezember beginnen sollen. In Zeiten von Copy & Paste noch fein säuberlich und in Kleinstarbeit vom verpixelten Aushang abgetippt. Spontan am meisten gefreut habe ich mich über William Witneys "Robur", den ich vor einiger Zeit auf gut Glück auf Anixe HD wegen der Besetzung (Vincent Price und Charles Bronson) aufgenommen hatte. William Witney, dessen Filmkarriere über sechzig Jahre währte, gehört zu den persönlichen und bislang immer noch exklusiven Schätzen Tarantinos. Am spannendsten sind wahrscheinlich aber eher die beiden unbekannteren Robin Williams-Filme und die Erkenntnis, dass George C. Scott einmal Regisseur war. Außerdem erstaunlich, wie viele Steve McQueen-Filme Tarantino den Monat über zeigen wird. Gerade nach dem wundervollen Niki Lauda-Biopic "Rush" im letzten Jahr hätte ich riesige Lust auf das Double Feature "Le Mans" und "Heiße Reifen, schöne Mädchen", eine von James Garner erzählte Doku über das Rennfahren.

01./02.10. (Paul Mazursky-Special)
BOB & CAROL & TED & ALICE
(Paul Mazursky, 1969)
BLUME IN LOVE
(Paul Mazursky, 1973)

03. - 08.10.
PULP FICTION
(Quentin Tarantino, 1994)
LEON - DER PROFI
(Luc Besson, 1994)

04.10. (Midnight)
NIKITA
(Luc Besson, 1990)

09./10.10. (Robin Williams-Tribute)
ROCKET MAN - DER BESTE ALLER ZEITEN
(Roger Spottiswoode, 1986)
MOSKAU IN NEW YORK
(Paul Mazursky, 1984)

12./13.10.
MOROCCO
(Josef von Sternberg, 1930)
HIS GIRL FRIDAY
(Howard Hawks, 1940)

14.10. (Grindhouse Tuesdays)
DIE TODESFAUST DES CHENG LI
(Wei Lo, 1971)
THE BIG BOSS PART II
(Chih Chen, 1976)

15./16.10.
LE MANS
(Lee H. Katzin, 1971)
HEISSE REIFEN, SCHÖNE MÄDCHEN
(Andy Sidaris, 1969)

17./18.10. (Lone Wolf and Cub-Special)
SHOGUN ASSASSIN
(Robert Houston, 1980)
LIGHTNING SWORDS OF DEATH
(Kenji Misumi, 1972)

18.10. (Midnight)
DRACULA BRAUCHT FRISCHES BLUT
(Alan Gibson, 1973)

19./20.10. (George C. Scott-Special)
RAGE
(George C. Scott, 1972)
THE SAVAGE IS LOOSE
(George C. Scott, 1974)

21.10. (Grindhouse Tuesdays)
TODESGRÜSSE AUS SHANGHAI
(Wei Lo, 1972)
TSCHANG FU - DER TODESHAMMER
(1976, Jimmy Shaw)

22./23.10. (Sam Peckinpah-Special)
THE GETAWAY
(Sam Peckinpah, 1972)
JUNIOR BONNER
(Sam Peckinpah, 1972)

24./25.10.
DAS DRECKIGE DUTZEND
(Robert Aldrich, 1967)

25.10. (Midnight)
DIE SIEBEN GOLDENEN VAMPIRE
(Roy Ward Baker & Chang Cheh, 1974)

26./27.10. (William Witney-Special)
ROBUR - DER HERR DER SIEBEN KONTINENTE
(William Witney, 1961)
DER SCHWARZE MUSTANG
(William Witney, 1956)

28.10. (Grindhouse Tuesdays)
ZWEI TÖDLICHE FÄUSTE IM SCHATTEN DER SCHLANGE
(Sum Cheung, 1979)
DIE SCHLANGE IM SCHATTEN DES ADLERS
(Woo-ping Yuen, 1978)

29./30.10. (Steve McQueen-Special)
PAPILLON
(Franklin J. Schaffner, 1973)
EIN FEIND DES VOLKES
(George Schaefer, 1978)

31.10. (Eli Roth-Special)
CABIN FEVER
(Eli Roth, 2002)
HOSTEL
(Eli Roth, 2005)
HOSTEL: PART 2
(Eli Roth, 2007)

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Sonntag, 28. September 2014
24 Frame Da Vinci Quentin Tarantino zieht gegen Hollywood in 35mm-Krieg

Timothy Treadwell wäre stolz gewesen ("Der Mann in den Bergen")
Nun ist es also soweit: Die ersten Titel von Tarantinos eigenem New Beverly-Programm sind durchgesickert. Wie Jen Yamato für Deadline Hollywood berichtet, wird am Eröffnungstag, dem ersten Oktober, ein Paul Mazursky-Double-Feature auf dem Plan stehen. Neben der Flower-Power-Partnertausch-Komödie "Bob & Carol & Ted & Alice" läuft "Blume in Love". Letzterer ist vielleicht einer der schönsten Liebesfilme aller Zeiten. Eine hübsche Wahl also, auch wenn dieses spezielle Double Feature Tarantino-Aficionados nicht gänzlich unbekannt vorkommen wird. Zeigte der Regisseur bereits exakt die selben beiden Filme in seinem Geburtstagsmonat 2011. Sie sind als Hommage an den New Hollywood-Regisseur gedacht, der im Juni verstarb. Innerhalb der kommenden drei Monate darf man sich aber auf einige alte Bekannte einstellen, die Tarantino als Gäste ins Feld führen wird. Um Halloween herum will sich der Bärenjude Eli Roth mit noch unbekannten Horrorfilmen austoben. Und da auch Edgar Wright in den USA weilt - er war als Juror beim Fantastic Fest eingeladen -, wird man sicherlich da ebenso etwas auf die Beine stellen.

Tarantino behält auch die Tradition bei, die eigenen Filme regelmäßig abzufeiern. Eine ganze Woche will er etwa dem 20-jährigen Jubiläum von "Pulp Fiction" widmen, den er gemeinsam mit "Leon - der Profi" als Double Feature eingeplant hat. Deutlich spannender sind dagegen die ersten Matinee-Filmtitel, mit denen Tarantino die Heranwachsenden ködern und für 35mm-Kopien begeistern will. Der häufig auf seine Filmgewalt reduzierte Regisseur hatte eigentlich immer schon ein Herz für die nachmittäglichen Kindervorstellungen, wenn er sein QT-Film-Festival in Austin mit Max Fleischer-Zeichentrickfilmen und Jerry Lewis anreicherte. Unvergesslich war auch sein Abfeiern des australischen Kinderklassikers "BMX Bandits" mit einer blutjungen, noch rothaarigen Nicole Kidman, den er 2005, während des berüchtigten Ozploitation-Tages, präsentierte. "Die Abenteuer der Familie Robinson in der Wildnis" und "Der Mann in den Bergen", beides 1970er-Jahre-Abenteuerfilme, die schon den kleinen Quentin tief beeindruckt haben müssen, heißen die ersten beiden Kandidaten für diesen Oktober.

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Freitag, 5. September 2014
Tarantino startet dreimonatiges Filmfest

Der vielleicht größte QT-Hit: "Dark of the Sun"
"Das New Beverly soll eine Bastion für 35mm-Kopien werden", sagt Quentin Tarantino mit stolzgeschwellter Brust. Der Regisseur, der in den letzten Jahren einen öffentlichen Feldzug gegen digitale Kopien führt, macht jetzt auch im eigenen Haus Ernst. Bislang gehörte ihm zwar das schnucklige New Beverly-Cinema in Los Angeles, aber die Programmierung übernahmen andere. Damit ist Schluss, zumindest bis Tarantino im Januar den Dreh zu seinem neuen Western "The Hateful Eight" beginnt, der im Herbst 2015 weltweit in die Kinos kommen soll. Denn ab Oktober programmiert Tarantino für mindestens drei Monate die Double Feature-Vorstellungen höchstselbst. Erinnerungen werden wach an sein QT-Film-Festival, das er 1997 mit Freunden in Austin, Texas ins Leben gerufen hatte und das bis 2007 immer wieder neue Impulse in die Cineastenwelt sendete. Er habe vor, Fassbinder-, Truffaut- oder auch "Thin Man"-Abende zu veranstalten, aber vor allem seltene Perlen aus seiner seit über zwanzig Jahren gepflegten Filmkopien-Sammlung zu präsentieren. Digitale Kopien sind nicht mehr erlaubt, nur noch 35mm- und 16mm-Kopien. Seit Ewigkeiten habe er auf diese Gelegenheit gewartet, sagt Tarantino. Man kann also gespannt sein, was der Herr Filmprofessor ab Oktober alles ausgräbt. Welche Wiederentdeckungen folgen auf Ozploitation und deutsche Lederhosenfilme? Und was verrät seine Auswahl über kommende Filmprojekte? Movies & Sports wird berichten.

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Mittwoch, 27. August 2014
Venedig-Ticker 2014

Liebling in Nebenreihe verbannt © Sophie Dulac
Der so genannte Buzz, der regelmäßig in Venedig generiert wird, ist mit Vorsicht zu genießen. Die meisten amerikanischen Kritiker können sich pro Jahr nicht zwei Europa-Reisen leisten. Und so ist man vornehmlich auf die britischen Filmkritiker angewiesen, die im Gegensatz zu den auch immer zahlreichen deutschen Kritikern deutlich schneller und zielsicherer schießen. Aber gerade weil wir uns zum jetzigen Zeitpunkt im Auge des entstehenden Oscar-Tornados befinden, neigen einige der Anwesenden zu überspitzten Werturteilen. Zum einen liegt das an der Exklusivität der eigenen Meinung zu den heißesten Filmen der Saison. Zum anderen an der Möglichkeit, zumindest eine gute Woche lang im Oscar-Spiel die ersten Duftnoten zu setzen, bevor die Festivals in Telluride und Toronto den Rest der Welt einweihen werden.

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Most-Wanted 2014:

01. Ich seh Ich seh - Severin Fiala & Veronika Franz
02. Métamorphoses - Christophe Honoré
03. A Pigeon Sat on a Branch Reflecting on Existence - Andersson
04. Birdman - Alejandro González Iñárritu
05. The Look of Silence - Joshua Oppenheimer

Kommentar: Gefühlt der schwächste Wettbewerb seit langer, langer Zeit. Ich habe gerade mal eine Top-5 zusammen bekommen.

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★★★★½

"Ich seh Ich seh" (Severin Fiala & Veronika Franz): "A wicked little chiller full of foreboding and malevolent twists. It has cult potential stamped all over it." (David Rooney, THR) "Franz und Fiala drehen mit dieser garstigen Kollaboration Mutterliebe, kindliches Urvertrauen und die menschliche Sehnsucht nach Geborgenheit durch den Fleischwolf, dass die Knochen splittern." (Dietmar Dath, FAZ) "Sehr sehenswertes Spielfilmdebüt." (Barbara Schweizerhof, Die Presse) "It's put together with such precision and menace." (Nick James, Sight & Sound)

[Der österreichische Horrorfilm feierte in der Orizzonti-Nebenreihe Weltpremiere. Regie führten Ulrich Seidls Partnerin und sein Neffe.]

"Métamorphoses" (Christophe Honoré): "It's reminiscent of Pasolini’s literary films from the early 1970s, such as his DECAMERON and 1001 NIGHTS adaptations. There’s a lot less humor in Honore’s work, which feels more gently melancholy." (Boyd van Hoeij, THR)

[Lief leider nicht im Wettbewerb, sondern nur in der autonomen Nebenreihe Venice Days.]

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★★★★

"A Pigeon Sat on a Branch Reflecting on Existence" (Andersson): "It's magnificent and has some real shocks." (Nick James, Sight & Sound) "Hilarious deadpan Scandi-surreal genius. Cinematography in another dimension." (Kate Muir, The Times) "Heaven." (Robbie Collin, Daily Telegraph) "A Critic Sat on a Lido Reflecting on a Masterpiece." (Xan Brooks, Guardian)

"Birdman" (Alejandro González Iñárritu): "One of the most sustained examples of visually fluid tour de force cinema anyone's ever seen." (Todd McCarthy, THR) "A magnificent and enthralling film that fits into no easy genre bracket." (Mark Adams, SD) "Venice opener BIRDMAN was such a treat. Michael Keaton never better, and it's Inarritu's best film." (Catherine Bray, BBC) "Call it a DARK KNIGHT of the soul. [5/5]" (Robbie Collin, Daily Telegraph) "A mighty technical feat and a whole heap of fun. But 2-hrs in the head of hysterical, self-absorbed actor?" (Xan Brooks, Guardian) "Großartig." (Brigitte Häring, SRF) "Like so many stories about existential crises, it suffers from a kind of generic listlessness. And it whacks a little too obviously at some of its targets." (Stephanie Zacharek, Village Voice) "The most exhilarating 21st Century film I’ve seen." (Jeffrey Wells, Hollywood Elsewhere)

[Iñárritu ist von den drei mexikanischen Musketieren, die einst auszogen, um die Welt zu erobern, mein drittliebster.]

"The Look of Silence" (Joshua Oppenheimer): "It's more personal, more combative. But it’s just as much a must-see as its predecessor: innovative, inspired and important. [5/5]" (Peter Bradshaw, Guardian) "Tremendous companion piece to ACT OF KILLING. Tackles genocide from survivors' POV; a film of righteous fury." (Xan Brooks, Guardian) "It's a spellbinding sequel that internalises the moral critique of THE ACT OF KILLING." (Nick James, Sight & Sound) "It’s a gripping but also often tense and uncomfortable viewing experience." (Lee Marshall, SD)

[Der US-Verleiher Drafthouse Films ("Bullhead", "Klovn: The Movie") hat sich die Nordamerika-Rechte gesichert. Tim Leagues Auswahl bedeutet Qualität.]

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★★★

"The Price of Fame" (Xavier Beauvois): "The true story is quite small, Beauvois manages to turn it into something big, brash and even quite moving through sheer mastery of the filmmaking tools at his disposal." (Boyd van Hoeij, THR) "Quite enjoyed THE PRICE OF FAME, broad, winsome picaresque abt 2 clowns who steal Chaplin's corpse." (Xan Brooks, Guardian)

"Manglehorn" (David Gordon Green): "It is to David Gordon Green’s credit that he manages to keep MANGLEHORN intriguing, even if the film never completely delivers." (Mark Adams, SD) "This is the director's most accomplished and life-affirming dramatic work to date." (Adam Woodward, Little White Lies) "Pacino's larger-than-life persona is wrong fit for what could be a spiritual sequel to SCARECROW." (Peter Debruge, Variety) "Playing an embittered, curdled loser the actor looks as vital and exciting as he did in his pomp." (Xan Brooks, Guardian) "Since stepping away from studio work, Green has been on an agreeable track. But MANGLEHORN is a wrong turn." (David Rooney, THR)

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Montag, 4. August 2014
Movies & Sports-Podcast #3 - 13. Hofbauer-Kongress (Gast: Sano Cestnik)

"Vanessa": Urlaub war das Leitthema des 13. HK-Kongresses
Der abschließende dritte Podcast sollte ursprünglich einmal ein fokussierter Rückblick auf das Kongress-Programm mit zwei Gästen werden. Letztlich wurde es aber sogar ein bisschen mehr als das: Sano Cestnik, den cineastischen Lebemann und Filmkritiker von den Eskalierenden Träumen, könnte man - passend zu einer der Gesangsnummern in "Holiday in St. Tropez" - als fünften Beatle des Hofbauer-Kommandos bezeichnen, das hinter der Organisation des Festivals steht. Während die offiziellen Mitglieder also Rede und Antwort für den bayerischen Zündfunk mit dem blauen ARD-Mikrofon standen, hatte ich die Gelegenheit, etwas ausführlicher mit jemandem zu sprechen, der ganz nahe dran ist und doch inzwischen von außen draufschaut. Aus einem geplanten Dialog wurde ein Interview, das nicht nur einige der Programm-Highlights des 13. Hofbauer-Kongresses streift, sondern auch ein Stück weit hinter die Kulissen blickt, die Entstehung der Kongresse aufgreift und eigentlich am meisten von Sano selbst offenbart. Das ist insoweit hochinteressant, weil Sano ein extrem lesenswerter Filmkritiker ist, von dem man noch viel hören und noch mehr lesen wird. Außerdem konnte ich auf diese Weise zumindest unbewusst Alexander Kluges geschätzten DCTP-Interview-Formaten ein kleines, übermüdetes Denkmal setzen, deren Überleben im Privatfernsehen aktuell ja arg bedroht ist. Meine Zusammenfassung des Festivals liefere ich hier in traditioneller Listenform nach - und zwar in klassischer Lukas-Foerster-Ästhetik.

Ranking:

***** Atemlos vor Liebe
***** Holiday in St. Tropez
***** Vanessa
***** Eis am Stiel
****+ Dir muss er ja nicht gefallen
****+ Zärtliche Chaoten II-Trailer
**** Drei Schwedinnen in Oberbayern
**** Scopitones
**** SGE-Kurzfilme
**** Giulia
**** Das Recht zu lieben
***+ Wegen Verführung Minderjähriger
*** Mädchen des Lasters
*** Wang Yung – Stahlharte Hongkong-Killer
** Das Strandhaus
* Grün ist die Heide

Shownotes:

00:00:52 - Schwerpunkt Schlagerfilm
00:03:36 - Warum eigentlich "Giulia"?
00:07:58 - Anfänge des Hofbauer-Kommandos
00:09:37 - Gibt es schlechte Filme?
00:16:40 - "Der erste Ritter" als Augenöffner
00:17:51 - Außerirdischer Märchenonkel Siggi Götz
00:19:38 - Film des Monats
00:20:50 - Sano über Sarno
00:22:55 - Rätselhafter Surftipp
00:23:55 - Ré­su­mé



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Lesetipps: - Sano über "Schleppzug M17", - Sano über Nena

Links: - M&S-Podcast #1, - M&S-Podcast #2

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Freitag, 1. August 2014
M&S-Podcast #2 - 13. Hofbauer-Kongress (Gäste: Silvia Szymanski & Sebastian Selig)

Einstmals "Flash-Teens im Blitzlicht"
Hatte der erste Tag des 13. Hofbauer-Kongresses mit "Holiday in St. Tropez" bereits die Schlager-Revolution gebracht, wurde man am zweiten Tag Zeuge eines seltenen Schauspiels: Das Filmprogramm war so gut aufeinander abgestimmt, dass jede Vorstellung von der vorherigen profitierte. So schaukelte sich alles zu einem grandiosen Finale hoch, bei dem man selbst noch in tiefster Nacht hellwach auf die Leinwand starrte und nicht glauben konnte, was man da sah. Und die, die doch einschliefen, glaubten nachher, die extravagante deutsche Loveploitation "Atemlos vor Liebe" mehr geträumt als gesehen zu haben. Es war der perfekte Sturm, ja der erhoffte Taifun der Zärtlichkeit, mit dessen Spätfolgen zumindest ich an den letzten beiden Tagen zu kämpfen hatte.

Und es war ein glücklicher Moment, dass mir für den Rückblick darauf im zweiten Movies & Sports-Podcast Silvia Szymanski und Sebastian Selig zur Seite standen. Silvia wurde im letzten Jahr um den Michael-Althen-Preis betrogen. Meiner Meinung nach ist sie die interessanteste Filmkritikerin Deutschlands. Niemand schreibt aktuell leidenschaftlicher, ehrlicher und persönlicher über Film. Und Sebastian ist womöglich der beste Anheizer der Republik, ein Filmkritiker, der vor allem bekannt für seine hymnischen und rauschhaften Texte ist, nach denen man sofort das empfohlene Werk sehen will. Mit Lukas Foerster den ersten Podcast aufzunehmen, war eine große Ehre, aber da hakte es noch bei mir wegen diverser Faktoren im Getriebe. Der zweite Podcast war zumindest ein bisschen so, als ob ich als NBA-Fan in der Halbzeitpause des Allstar-Game ein paar Körbe mit LeBron James und Kevin Durant werfen durfte. Ich bin ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis.

Programm, Freitag, 25.07.

00:00:55 - SGE-KURZFILME (1975-2014)
00:05:48 - DIE BORDELLCHEFIN VON HONGKONG (1977)
00:09:56 - DREI SCHWEDINNEN IN OBERBAYERN (1976)
00:16:24 - ATEMLOS VOR LIEBE (1970)
00:23:07 - FWU-FILME



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Lesetipps: - Silvia Szymanski, - Sebastian Selig

Links: - M&S-Podcast #1, - M&S-Podcast #3

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Dienstag, 29. Juli 2014
Movies & Sports-Podcast #1 - 13. Hofbauer-Kongress (Gast: Lukas Foerster)

Aufgepasst, Helene Fischer! Der Schlagerfilm ist zurück!
Irgendeiner musste ja den Job machen! Und da ich die passende Smartphone-App und den nötigen Übermut besaß, seid ihr selbst schuld, es nicht selbst gemacht zu haben. Denn den regelmäßig in Nürnberg und Fürth abgehaltenen Hofbauer-Kongressen, die vor allem das deutsche Genrekino der 1960er und 1970er-Jahre feiern, fehlt die Präsenz abseits der eingeschworenen Facebook-Zirkel. Das soll nicht heißen, dass diese hier auf Movies & Sports zu finden ist. Vielleicht inspiriert es aber den ein oder anderen das nächste Mal, eigene kleine Podcasts aufzunehmen und die Kunde in die Welt hinauszutragen. Denn bislang gibt es nicht einmal einen Wikipedia-Eintrag. Dabei prägt die Auswahl der Macher mittlerweile auch stärker die cineastische Diskussion, welche vergessenen und verdrängten Genres eines zweiten Blickes wert sind. An die Tage vom 24. bis 27. Juli 2014 wird man sich noch erinnern müssen, weil hier unter anderem die Wiedergeburt des deutschen Schlagerfilms über die Bühne ging. Ob das eine gute oder schlechte Sache war, wird die Zukunft zeigen. Je nachdem, ob man mehr auf "Holiday in St. Tropez" oder "Grün ist die Heide" setzen wird, schätze ich. Nur ignorieren kann man die Tatsache nicht mehr.

Es geht meinerseits etwas trüb und hölzern los, was durchaus als unbeabsichtigte Reminiszenz an den ein oder anderen Kongress-Film zu verstehen ist. Aber die allererste Ausgabe des Movies & Sports-Podcast lohnt allein für Lukas Foersters kluge Gedanken, die er auch zum Teil in seinem Blog Dirty Laundry verschriftlicht hat.

Programm, Donnerstag, 24.07.

00:01:12 - WANG YUNG - STAHLHARTE HONGKONG-KILLER (1973)
00:09:24 - HOLIDAY IN ST. TROPEZ (1964)
00:14:27 - GIULIA (1986)
00:20:21 - WEGEN VERFÜHRUNG MINDERJÄHRIGER (1960)



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Surftipps: - Perlentaucher, - Wenn du mal allein bist

Links: - M&S-Podcast #2, - M&S-Podcast #3

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Sonntag, 29. Juni 2014
Top Ten 2014 - 2. Quartal

© kukuru inc.
Ayumi Sakamotos "Forma" - ein Film wie Donnerhall und ein Name, den wir demnächst im Cannes-Wettbewerb lesen werden. Aber auch der langjährige Kameramann Jeremy Saulnier hat einen Namen, den man sich spätestens nach "Blue Ruin" merken sollte. Dazu gab es Miyazakis wunderschönen Schwanengesang, der auf den Spuren Thomas Manns wandelt. Und wie habe ich Sansa Starks Entwicklung in der vierten Staffel "Game of Thrones" geliebt: Valar morghulis! Ansonsten habe ich in den letzten Monaten hauptsächlich das ziemlich überbewertete Venedig-Programm 2013 nachgeholt und in den letzten Tagen die erfrischend andersartige US-Serie "Bob's Burgers" für mich entdeckt. Dafür liegen Sundance, Berlin und Cannes noch fast komplett vor mir.
Top Ten
01. FORMA – Ayumi Sakamoto
02. BLUE RUIN – Jeremy Saulnier
03. THE WIND RISES – Hayao Miyazaki
04. BLACKFISH – Gabriela Cowperthwaite
05. GAME OF THRONES 4. Staffel – David Benioff & D.B. Weiss
06. NYMPHOMANIAC VOL. 2 – Lars von Trier
07. BLUTGLETSCHER – Marvin Kren
08. RESTRISIKO – Kathrin Bühlig
09. THE GRAND BUDAPEST HOTEL – Wes Anderson
10. THE SNOW WHITE MURDER CASE – Yoshihiro Nakamura

Most-Wanted: The Guest, Der Samurai, Bird People, Black Coal Thin Ice, Wild Tales, Kraftidioten, It Follows, A Girl Walks Home Alone at Night

Link: - 1. Quartal

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