Montag, 18. Januar 2016
Kino-Experte prophezeit Rekordjahr 2016

Petersens Original "Vier gegen die Bank" aus dem Jahr 1976
Wie soll das denn noch zu toppen sein? Das deutsche Kinojahr 2015 war gepflastert mit gigantischen Blockbustern: Star Wars, Bond, Jurassic Park, Minions, Fack Ju Göhte, Fifty Shades of Grey, Fast & Furious 7 und die Tribute von Panem. Wenn es aber nach Boxoffice-Experte Markus Grab von der Branchenseite InsideKino geht, könnte das Kinojahr 2016 mindestens genauso erfolgreich, wenn nicht sogar noch erfolgreicher werden. Mit welchen Filmen denn bitte? Grab rechnet vor: 2015 könnte mit 141 Millionen Besuchern zwar das beste deutsche Kinojahr seit sechs Jahren werden. Damals lief noch der "Avatar"-3D-Craze. Das Kinojahr 2016 müsste seiner Meinung nach dagegen trotz Fußball-EM noch mehr Zuschauer erreichen, weil es unzählige mittlere Erfolge (1,5 bis 2,5 Millionen Zuschauer) und deutsche Überraschungshits aufbieten werde. Eine gewagte These, die den Kinobetreibern gefallen wird, die es aber auch zu überprüfen gilt.
Endlich wieder Independence Day, oder nicht?
Nicht "Batman Vs. Superman", "Warcraft" oder der neue Ghostbusters sollen 2016 in der Spitze die Kohlen aus dem Feuer holen, sondern die kinderfreundlichen Animationsfilme wie "Findet Dorie", "Ice Age 5" und "The Secret Life of Pets". Die mit Spannung erwartete Fortsetzung von "Findet Nemo" spekuliert Grab auf Platz eins der Jahrescharts mit sieben Millionen Zuschauern. Einer der ganz wenigen Filme, die da auch nur annähernd mithalten sollen, ist das Star Wars-Spinoff "Rogue One". Und es sind vor allem auch deutsche Produktionen wie die Allstar-Wolfgang-Petersen-Produktion "Vier gegen die Bank" mit den Publikumslieblingen Schweiger, Schweighöfer, Bully und Liefers, die Paroli bieten sollen.
Auch gibt Grab viel auf die Buddy-Gemeinschaftsproduktion von Matthias Schweighöfer mit Florian David Fitz, die "Der geilste Tag" heißen wird. Eine Armee von Fortsetzungen und Spinoffs lauert dahinter, die offenbar so zahlreich und konsequent produziert wurden, dass bloß nichts schief gehen kann. Bridget Jones bekommt ein Baby, Randy Quaid muss wieder die Erde am Independence Day retten und Marvel dehnt sein Superhelden-Universum bis in die Unendlichkeit aus. Das Motto lautet ganz nach Adenauer: Noch weniger Experimente. Aber hat man darauf als nur halbwegs normaler Kinozuschauer mit funktionierenden Geschmackszellen wirklich Lust. Die Studios glauben Ja.

Links: - Goldtopf voll Honig, - Bora, Boxoffice-Schreck

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