Freitag, 22. Juni 2018
Rissenbeek & Chatrian sind das Berlinale-Duo

Mariette Rissenbeek | © German Films, Kurt Krieger
Carlo Chatrian | © Locarno Festival, Michela Di Savino
Kulturstaatsminsterin Monika Grütters am Freitagmittag:

„Mariette Rissenbeek, die langjährige Geschäftsführerin von German Films, zeichnet sich aufgrund ihrer bisherigen erfolgreichen Tätigkeiten im Filmgeschäft für den Posten der Berlinale-Geschäftsführung aus. Sie hat langjährige Erfahrung im Umgang mit allen bedeutenden Filmfestivals der Welt und ist sowohl national als auch international in der Filmbranche sehr gut vernetzt.“
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„Carlo Chatrian hat als Leiter des Locarno Filmfestival bewiesen, dass er erfolgreich ein Arthouse-Publikumsfestival kuratieren und verantworten kann. Er steht für eine künstlerisch anspruchsvolle Mischung im Programm und hat auch immer einen Fokus auf noch unentdeckte Talente gelegt.“
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„Jünger, internationaler und experimentierfreudig wird die künftige Leitung mit Chatrian, der gleichzeitig die künstlerisch-kuratorischen Kompetenzen mitbringt, die sich viele Experten und Filmkünstler gewünscht haben.“
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„Weiblicher wird die künftige Leitung mit Rissenbeek, die gleichzeitig für Kontinuität und filmwirtschaftliche Kompetenz steht, die verschiedene Filmfestivals und alle deutschen Player kennt und über einen reichen Erfahrungsschatz und ein weit verzweigtes Netzwerk verfügt.“

Carlo Chatrian am Freitagmittag:

„Ich fühle mich, als hätte ich einen Preis gewonnen – nur, dass ich bis jetzt noch überhaupt nichts geleistet habe. Deswegen bin ich ein wenig bewegt. Die Berlinale hat eine lange und ruhmreiche Geschichte. Ich fühle mich geehrt und stolz, jetzt Teil dieser Geschichte zu sein. Vielen Dank, Frau Grütters, mir diese Möglichkeit gegeben zu haben.
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Es ist eine riesige Herausforderung, die ich sehr ernst nehme. Gleichzeitg begreife ich es als Chance. Heute sind alle Scheinwerfer auf mich und Mariette gerichtet. Aber Festivals wie Filme sind immer das Werk einer Gruppe von Menschen. Deswegen freue ich mich darauf, das Berlinale-Team kennenzulernen und mit ihm zu diskutieren.“
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„Ich muss sie bitten, mit mir geduldig zu sein. Ich werde etwas Zeit mit Ihrer Sprache brauchen. Ich werde mein Bestes versuchen. Und ich werde Zeit brauchen, um diese unglaublich, so gut organisierte Maschine zu verstehen, die ich in den vergangenen 15 Jahre als Zuschauer besucht habe, dessen innere Mechanismen ich aber noch nicht kenne.“

Mariette Rissenbeek am Freitagmittag:

„Ich freue mich wahnsinnig und finde auch, dass das eine ganz tolle Aufgabe ist, die der Aufsichtsrat der KBB mir und Carlo Chatrian übertragen hat. Ich möchte mich für das Vertrauen bedanken. Ich kenne die Berlinale seit fast 20 Jahren tatsächlich von der anderen Seite. Wir haben sie als Plattform mit internationalen Partner genutzt, um in Kontakt zu treten.“
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„Ich habe gesehen, wie die Berlinale ausländische Filmemacher, Festivalvertreter und Journalisten anspricht. Ich glaube, es ist wahnsinnig spannend zu gucken, wie sich das Festival in den nächsten Jahren weiterentwickeln kann.“
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„Meine Rolle liegt darin, Carlo Chatrian genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu geben, die Filme anzuschauen und das Programm zu gestalten. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Berlinale, die ich zu einem sehr großen Teil auch schon persönlich kenne. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in 2020 eine dahingehend ganz besondere Berlinale gestalten werden, dass es einfach 70 Jahre Berlinale sind und wir Vergangenheit und Zukunft feiern können.“

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