Sonntag, 23. Dezember 2018
Carlo Chatrians Lieblingsfilme 2018

Der chinesische Berlinale-Geheimtipp

Welche Spielfilme gefielen in diesem Jahr dem kommenden Berlinale-Leiter Carlo Chatrian am besten?

Zwei der Werke, die der kommende künstlerische Leiter der Berlinale, Carlo Chatrian, als seine Lieblingsfilme 2018 ausgewählt hat, stammen aus seinem letzten Locarno-Programm: Bruno Dumonts urkomische und surreale Arte-Serie „Quak Quak und die Nichtmenschen“ passt längentechnisch sehr gut zum über 13-stündigen Filmprojekt „La Flor“. Das argentinische Werk besteht aus sechs Teilen, die jeweils ein anderes Genre mit den selben Protagonisten darstellen. Zwei Regisseurinnen hat Chatrian bei seinen Lieblingsfilmen ausgewählt: Debra Granik mit „Leave No Trace“ und Alice Rohrwacher mit „Happy as Lazzaro“.

Chatrians Affinität zum asiatischen Kino drückt sich zum Beispiel über die exzellente Wahl von „An Elephant Sitting Still“ aus. Der fast vierstündige Debütfilm über verlorene Seelen in China war eine echte Sensation auf der Berlinale, wenn das denn überhaupt in diesem Rahmen möglich ist. Und die chinesische Anlehnung an Eugene O’Neills Bühnenstück „Long Day's Journey into Night“ von Bi Gan zeugt offensichtlich auch von Geschmack. Chatrian hatte seine Lieblingsfilme des Jahres dem britischen Filmmagazin Sight & Sound verraten.

* Quak Quak und die Nichtmenschen (Bruno Dumont)
* Leave No Trace (Debra Granik)
* Happy As Lazzaro (Alice Rohrwacher)
* La Flor (Mariano Llinás)
* The Image Book (Jean-Luc Godard)
* An Elephant Sitting Still (Hu Bo)
* Long Day's Journey into Night (Bi Gan)

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