Dienstag, 23. April 2019
Directors' Fortnight zeigt neue Werke von Lav Diaz, Robert Eggers & Bertrand Bonello
„The Lighthouse“: Willem Dafoe und Robert Pattinson

Die Nebenreihe Directors' Fortnight bereichert das Cannes-Angebot um angesagte US-Indies und asiatische Auteurs.

Ein bisschen schade ist es schon, dass nirgendwo im Cannes-Lineup Katrin Gebbes neuer Film „Pelikanblut“ mit Nina Hoss aufgetaucht ist. Wahrscheinlich zieht es den dann nach Locarno. Ziemlich schmackhaft ist das am Dienstag veröffentlichte Programm der Directors' Fortnight natürlich trotzdem. Altbekannte Gesichter wie Takashi Miike („First Love“) oder Lav Diaz („The Halt“) geben ihr Stell-dich-ein.

Der amerikanische „The Witch“-Regisseur Robert Eggers bringt „The Lighthouse“ mit Robert Pattinson und Willem Dafoe in die Cannes-Nebenreihe. Sein Film ist in Schwarzweiß und auf 35mm gedreht und er sieht optisch grandios aus. Auch Babak Anvari setzt nach „Under the Shadow“ in seinem zweiten Film „Wound“ auf den französischen Festivalweg. Es ist wohl die einzige Netflix-Produktion, die sich ins Cannes-Programm geschmuggelt hat.

Am meisten wird aber der neue Film des Franzosen Bertrand Bonello erwartet. Dass er mit „Zombi Child“ nicht im Wettbewerb läuft, kann zweierlei bedeuten: Entweder war das Werk Cannes-Chef Thierry Frémaux nicht gut genug. Oder aber der Film ist für einen internationalen Wettbewerb zu wild, was angesichts des Titels nicht völlig undenkbar ist. Die Directors' Fortnight vergibt ihren Ehrenpreis 2019 an Maestro John Carpenter und bietet einen 35 Minuten kurzen Luca-Guadagnino-Film namens „The Staggering Girl“, bei dem Julianne Moore die Hauptrolle spielt. Letztes Jahr feierte in dieser Reihe Gaspar Noes „Climax“ und der kolumbianische „Birds of Passage“ ihre Weltpremieren.

Link: - Das ganze Programm 2019

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