"Friendship!" schlägt Nancy Meyers
Wieder eine gute Woche für den deutschen Film bzw. für das Tagteam Schweighöfer/Schweiger: Im zweiten D-Trend vom Branchendienst InsideKino übertrumpft die Roadmovie-Komödie "Friendship!" (275k) den gigantisch beworbenen neuen Nancy Meyers-Film "Wenn Liebe so einfach wäre" (250k). Nur um das zu relativieren: Das Star-Vehikel für Meryl Streep und Alec Baldwin kostete mindestens 85 Millionen, das Schweighöfer-Vehikel gerade mal ein paar Millionen Dollar. Dazu kommt der Neustart der "Vorstadtkrokodile"-Fortsetzung von Constantin (125k), der in den nächsten Wochen zeigen muss, ob er die guten Zahlen des ersten Teils noch übertreffen kann. Und die üblichen Verdächtigen: "Zweiohrküken" (70k), "Soul Kitchen" (60k), "Nanga Parbat" (40k) und der Buck-Neustart "Same Same But Different" (35k). Wäre da nicht "Avatar" gewesen, wäre der Januar übertrieben gesprochen fest in deutscher Hand. Dazu passt, dass ich den "Friendship!"-Kinotrailer in Christopher Stipps Slashfilm-Kolumne untergebracht habe.
Update: Die Zahlen von "Friendship!" werden immer fabelhafter. Im dritten D-Trend sind es runde 300k Zuschauer, was quasi einem Nullverlust gegenüber der Vorwoche gleichkommt. Es lohnt, die Frage in den Raum zu stellen, ob nun insgesamt nicht zwei, sondern sogar drei Millionen Zuschauer möglich wären.
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Slashfilm
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Cesar-Nominierungen 2010
Der französische Filmpreis interessiert mich. Mich würde überhaupt viel mehr interessieren, was die Franzosen von ihrem aktuellen Kino halten. Neutral von außen betrachtet, fand ich es noch nie so spannend und anregend wie gerade jetzt. Das mag natürlich an meiner bescheidenen Auswahl liegen. Wenn man allwöchentlich Sophie Marceau in Komödien wie "LOL" ertragen muss, denkt man bestimmt anders darüber. Also schaut man als Fremder vor allem auf die beiden Aushängeschilder, das Filmfestival von Cannes und ihren prestigeträchtigen Filmpreis Cesar, der gestern seine Nominierungen veröffentlicht hat, die ich nicht im einzelnen auflisten brauche. Jacques Audiards Instant-Klassiker "A Prophet" führt die Liste mit 13 Nominierungen an.
IN THE BEGINNING
THE CONCERT
LA JOURNEE DE LA JUPE
RAPT
A PROPHET
WELCOME
WILD GRASS
Das sind die nominierten besten Filme: Drei Mal Cannes, zwei Mal Berlin - die Filmfestivals sind sehr präsent. "La journee de la jupe" aka "Heute trage ich Rock!" feierte auf der letztjährigen Berlinale Premiere und wurde ein paar Monate später bereits auf Arte in die Nacht ausgestrahlt. Den fand ich zunehmend anstrengender. Dafür interessieren mich weiterhin ganz besonders "A Prophet", "Welcome" und "Wild Grass". "Rapt" sagt mir gar nichts. "In the Beginning" ist der dritte Cannes-Film: Heist, based on a true story, Gerard Depardieu, count me in. Und "The Concert" ist mit Madame Mimieux, von daher auch fast Pflicht. Auch immer recht spannend ist die Kategorie des besten ausländischen Films:
AVATAR
GRAN TORINO
MILK
I KILLED MY MOTHER
A TOWN CALLED PANIC
THE WHITE RIBBON
SLUMDOG MILLIONAIRE
Eine bunte Mischung aus Preisabräumern wie "Das weiße Band", "Slumdog" und "Milk", der besonderen Vorliebe für Clint Eastwood und US-Blockbuster und dem Händchen für kleinere Produktionen und Festival-Lieblinge. In der Nominierungsliste sind jedenfalls Entdeckungen zu machen, obwohl sie meisten dann doch nur auf die Bestätigung sowieso schon gefasster Vorfreude hinauslaufen.
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Screen International
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Jason Reitman übernimmt New Beverly Cinema
Wenn auch nur für ein paar Nächte. Diablo Cody, Edgar Wright, Stuart Gordon, Joe Dante, Patton Oswalt, Seth Green und unzählige andere Hollywoodgrößen haben es in letzter Zeit gemacht: Nämlich grandiose Doppelvorstellungen für das in Los Angeles ansässige New Beverly Cinema zu programmieren und anzusagen. Mitte Februar ist Regisseur Jason Reitman an der Reihe, bekanntlich bald zum dritten Mal oscarnominiert und Konkurrent Tarantinos, dem das Kino gehört. Nun, ehrlich gesagt kann ich Reitman als Person nicht leiden und finde ihn auch als Regisseur und vor allem als Drehbuchschreiber maßlos überschätzt. Ich mag "Juno" sehr gerne. Mehr kann ich mir für den Herrn nicht aus den Rippen drücken. Aber seine geplanten Double Features - wenn auch nicht sonderlich exotisch oder gewagt - zeugen von Geschmack:
19./20. Februar
FERRIS BUELLER'S DAY OFF
ELECTION
21./22. Februar
SHAMPOO
BOOGIE NIGHTS
24./25. Februar
BREAKING AWAY (1979)
BOTTLE ROCKET
Einfach extrem anbiedernd an den Geschmack des coolen Filmgeek. Das wahrlich Teuflische daran: Leider funktioniert es viel zu gut.
Nur die Nennung des Radrenn-Dramas "Breaking Away" fasziniert mich ernsthaft, auch weil ich glaube, den Film einmal vor Urzeiten selbst gesehen und gemocht zu haben. Hier offenbart Reitman ein wenig mehr von seinem Charakter, als er in Interviews und Talkshows bereit ist zuzugeben. Es würde mich nicht wundern, wenn er in einigen Jahren das Lance Armstrong-Biopic machen würde ...
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DVD-Tipp: Das Heist-Meisterwerk "Gambit"
Bin durch Harry Knowles DVD/Blu-ray-Kolumne der Aintitcool-News auf die Tatsache gestoßen worden, dass nun auch Normalsterbliche in den Genuss eines der schönsten Meisterwerke der Filmgeschichte kommen können. Ganz einfach, indem sie die kostengünstige (wenn ich daran denke, was ich für die VHS gezahlt habe ...) DVD in der UK oder den USA einsammeln, wobei ich eindeutig zu ersterem rate. Ein Blick auf das Cover genügt. Bei uns heißt "Gambit" umständlich "Das Mädchen aus der Cherry-Bar" und läuft gelegentlich in unsagbar schlechter Bildqualität und grausiger Synchro auf Das Vierte. Mittlerweile bevorzuge ich sogar den etwas verqueren deutschen Verleihtitel. Zu neuem Glanz verhalf diesem eleganten, jedoch leider vergessenen 1960er-Jahre Heist Movie mit Shirley MacLaine, Michael Caine und Herbert Lom eine Vorführung auf dem QT-Film Festival in Austin, Texas und die immer wieder aufkeimenden, sehr wagen Remake-Pläne der Coen-Brüder. Das Meisterwerk schaffte es unter ihre zehn absoluten Lieblingsfilme. Trotzdem gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass die so verehrten Gebrüder doch noch die Finger davon lassen werden, siehe "The Ladykillers" und bald "True Grit". Die letzten November erschienene britische DVD enthält übrigens auch einen bestimmt hörenswerten Audiokommentar des "Gambit"-Regisseurs Ronald Neame. Und um "Soul Kitchen" zu zitieren: Heist Movies sind geil aka Über den Dächern von Hamburg oder Der Grieche auf dem heißen Blechdach!
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International Boxofficemojo wieder aktuell
Von daher eine gute Gelegenheit, noch mal die deutsche Jahres-Top Ten 2009 in US-Dollar zu posten:
01. Avatar ------------------------------ $85,83 Mio.
02. Ice Age 3 --------------------------- $82,20 Mio.
03. Harry Potter 6 ---------------------- $64,71 Mio.
04. Illuminati --------------------------- $47,07 Mio.
05. Wickie und die starken Männer ----- $41,29 Mio.
06. Zweiohrküken ---------------------- $40,00 Mio.
07. 2012 -------------------------------- $37,71 Mio.
08. New Moon -------------------------- $35,20 Mio.
09. Pixar's Oben ------------------------ $29,42 Mio.
10. Die Päpstin ------------------------- $25,40 Mio.
Die 100 Millionen Dollarmarke sollte für "Avatar" auch in Deutschland kein Problem sein. Höchstens "Titanic" kann umsatztechnisch überhaupt noch mithalten.
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"Soul Kitchen" kurz vor $10 Millionen-Marke
01. Deutschland - 7,69 Mio. Dollar (4 W.)
02. Italien - 1,21 Mio. Dollar (2 W.)
03. Türkei - 0,46 Mio. Dollar (3 W.)
04. Schweiz - 0,39 Mio. Dollar (3 W.)
05. Österreich - 0,24 Mio. Dollar (2 W.)
Update: Filmecho bezeichnet "Soul Kitchen" schon als "Avatar" der Großstädte, so erfolgreich läuft Fatih Akins Komödie gerade in deren Kinos. Allein ins Hamburger Abaton pilgerten bisher zwanzigtausend Zuschauer, was fast ein neuer Hausrekord ist. In Großstädten über fünfhunderttausend Einwohner rangiert "Soul Kitchen" seit Kinostart jede Woche auf Platz zwei oder drei der örtlichen Kinocharts. Und in sieben Kinos brach das Wunderwerk sogar die Alltime-Wochenrekorde.
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"The Girl with the Dragon Tattoo" Conquers UK
Finally! Aber das Poster ist cool, wobei ich auch noch kein einziges schlechtes zu "Verblendung" gesehen habe. Das italienische Kunstwerk bleibt unerreicht. UK-Start ist der 12. März. Und dazu passt, dass das Mädchen mit dem Drachentattoo erst kürzlich den Zuschauerpreis des Palm Springs Filmfestival gegen starke europäische Konkurrenz wie den bulgarischen und den niederländischen Oscaranwärter gewonnen hat.
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Short List: Bester fremdsprachiger Film
* THE SECRET OF HER EYES (Argentinien)
* SAMSON & DELILIAH (Australien)
* THE WORLD IS BIG AND SALVATION ... (Bulgarien)
* UN PROPHÈTE (Frankreich)
* DAS WEISSE BAND (Germany)
* AJAMI (Israel)
* KELIN (Kasachstan)
* WINTER IN WARTIME (Niederlande)
* THE MILK OF SORROW (Peru)
Die Favoriten bleiben die Favoriten: Frankreich und Deutschland, nachdem Geheimfavorit Chile und Konkurrent Italien rausgeworfen wurden. Gute Chancen würde ich außerdem Israel, den Niederlanden und Peru einräumen. Die kleineren Sensationen sind wohl kein Italien ("Baaria"), kein Südkorea ("Mother"), kein Kanada ("I Killed My Mother"), wie erwähnt kein Chile ("The Maid") und kein Rumänien ("Police, Adjective") unter den letzten neun Kandidaten.
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Weitere Wettbewerbsfilme bekannt
Neben den bereits nominierten Wettbewerbsfilm "Der Räuber" gesellen sich jetzt zwei weitere verheißungsvolle deutsche Produktionen: Oskar Roehlers "Jud Süß - Film ohne Gewissen" mit Tobias Moretti und Moritz Bleibtreu galt früh als aussichtsreicher Berlinale-Kandidat und ist nun Realität geworden. Dazu kommt die überraschende Nominierung des Debüt "Shahada" von Burhan Qurbani, einem Berliner Episodenfilm um drei junge Muslime in Deutschland, der in Co-Produktion mit dem kleinen Fernsehspiel des ZDF entstand. Weitere spannende Namen der internationalen Konkurrenz lauten Thomas Vinterberg ("Submarino"), Noah Baumbach ("Greenberg"), Michael Winterbottoms Sundance-Film "The Killer Inside Me" sowie Zhang Yimous "Blood Simple"-Remake "A Woman, a Gun and a Noodle Shop".
Links: -
Pressemitteilung, -
Spekulationen, -
Jud Süß
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Österreicher beten "Salami Aleikum" an
In Deutschland war die Multikulti-Komödie "Salami Aleikum" auf Platz 133 der Jahrescharts mit nur knapp 140k Zuschauern nicht einmal ein Achtungserfolg. Im viel kleineren Nachbarland Österreich dagegen ist er ein echter Überraschungs-Hit. Nach drei Wochenenden sahen ihn bereits über 63k Zuschauer, was wohl vor allem der Verdienst des einheimischen Kabarettisten Michael Niavarani ist, der den persischen Vater des fast dreißigjährigen Protagonisten spielt, welcher sich als Metzgersohn in eine ostdeutsche, blonde Riesin verliebt. Der Trailer sieht trotz Wolfgang Stumph klasse aus. Keine Ahnung, warum ich damals, beim Deutschlandstart, gar nichts vom Film mitbekommen habe. Im Feuilleton und in der Fachpresse wurde er sehr positiv besprochen. Sehen will.
Link: -
Trailer
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Sony verfilmt Tommy Jauds "Resturlaub"
Nach dem "Friendship!"-Hit, der dieses Wochenende um weitere 55 Kopien aufgestockt wird, verkündet die deutsche Sony-Zweigstelle Columbia Pictures Filmproduktion ihr nächstes Projekt: Der durchaus Popliteratur-erfahrene Regisseur Gregor Schnitzler ("Soloalbum") wird Tommy Jauds Bestseller "Resturlaub" verfilmen. Die Midlife Crisis-Geschichte um den Mitdreißiger Peter Greulich, der nach Südamerika flieht, um festzustellen, dass es zu Hause immer noch am schönsten ist, scheint eine Paraderolle für Christian Ulmen zu sein. Oder wie wäre es mit Christoph Maria Herbst, dessen Stimme und Präsenz Tommy Jauds Hörbüchern zu noch größerer Popularität verhalfen und der im Tommy Jaud-Film "Zwei Weihnachtsmänner" bereits die Hauptrolle spielte? Außerdem ist es wohl auch nur noch eine Frage der Zeit, bis Jauds gelungene "Vollidiot"-Fortsetzung "Millionär" in die deutschen Kinos kommt. Schließlich wird Oliver Pochers Late Night Show nicht mehr allzu lange auf Sat.1 laufen, wenn schon der Chef, der ihn letztes Jahr verpflichtete, das sinkende Schiff verlassen musste.
Link: -
Screen Daily, -
Maximilian Brückner
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Dt. Marktanteil 2010 bei sensationellen 36,7 %
1971 hatte man das letzte Mal solche Werte. Die Hitfilme hießen "Liebesmarkt in Dänemark" und "Hochwürden drückt ein Auge zu". Aber machen wir uns nichts vor: Es ist noch sehr früh im Jahr. Und "Avatar" war nun eben im letzten Jahr. Für zwei Wochenenden war der deutsche Film jedoch mehr als konkurrenzfähig. Und auch das dritte Wochenende sollte im Zeichen des Zweikampfes mit Hollywood stehen. Dann heißt es Detlef Buck gegen die Coens und Vorstadtkrokodile gegen Bruce Willis und Meryl Streep.
Top-3
01. Friendship! - 347.570 Zuschauer
02. 13 Semester - 102.591
03. Nanga Parbat - 69.741
US-Erfolge: "Haben sie das von den Morgans gehört" (420k), "Das Kabinett des Doktor Parnassus" (288k), "Gamer" (98k)
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Nominierungen des deutschen Filmpreises 2010
Die ganz offizielle Bekanntgabe für die Nominierungen des deutschen Filmpreises 2010 erfolgt erst am 19. März. Hier aber bereits das nicht ganz inoffizielle Ergebnis der fiktiven Auszählung. Nominiert werden demnach folgende sechs Spielfilme:
* ALLE ANDEREN
* LOURDES
* DER RÄUBER
* SOUL KITCHEN
* STURM
* DAS WEISSE BAND
Heisenbergs "Der Räuber" könnte aber auch je nach Wetterlage gegen Dresens "Whisky mit Wodka" ausgetauscht werden. Wie ich finde, ein ziemlich atemberaubendes Nominierungsfeld, was die ARD leider nicht dazu veranlassen wird, den unterschätzten Deutschen Filmpreis nicht mehr stiefmütterlich aufgezeichnet und verspätet auszustrahlen. Aber ganz ehrlich, nur für die Einschaltquote Bully Herbigs "Wickie und die starken Männer" und "Zweiohrküken" in der wichtigsten Kategorie zu nominieren, ginge einfach nicht. Schaut euch doch die Golden Globes und "Avatar" an! Das ist nur noch peinlich!
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TV-Skandal: BR setzt "Türkisch für Anfänger" ab
Not Again. Ok, die Einschaltquoten hielten sich im nicht mehr messbaren Bereich auf. Ok, ich besitze inzwischen alle drei Staffeln auf DVD. Und trotzdem: Dafür, Bayerischer Rundfunk, kommt man in die Hölle, gerade wenn man als Ersatz dann den Family-Kracher "Geld. Macht. Liebe" programmiert.
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Golden Globes 2010 - Gedankensplitter
Fazit: Nachdem "Avatar" auch als bestes Drama gewonnen hat, ist das Oscarrennen so offen wie nie. Na ja, es ist jedenfalls offen. "The Hurt Locker", "Avatar" oder "Inglourious Basterds", wer weiß, wer weiß. An "Up in the Air" oder "Precious" glaube ich nicht. Tarantino hätte nichts besseres passieren können, als hier ignoriert zu werden. Ansonsten: Ich kann die Golden Globes immer noch nicht leiden, schrecklich die ganzen TV-Kategorien. Ricky Gervais war das elementare Highlight. Ob diese Giftigkeit in weiteren Durchgängen genauso spritzig wäre, weiß ich nicht. Für diesen Abend war sie perfekt. Und Mickey Rourke versteht es einfach, einen Preis zu übergeben. Good Night, and Good Luck!
4.48 Uhr: Der Dude gewinnt. Wären das jetzt die Oscars, würde ich mich richtig, richtig freuen!
4.45 Uhr: Die Auslandspresse wird mal wieder ihrem Ruf gerecht, immer nur das Populärste zu ehren. Robert Downey Jr.?
4.37 Uhr: Jim Camerons Regie-Sieg war lahm, seine Rede dafür eigentlich nett geekig, aber mit einem jetzt schon unerträglichen Trademark ("Ich sehe dich!"), was er bei den Oscars nicht wiederholen sollte. "The Hangover" als Best Comedy ist genehmigt, und Sandra Bullock als beste Hauptdarstellerin habe ich vorausgesehen, wenn auch nirgendwo ausgeschrieben. Will mehr Ricky Gervais! Und Schwarzenegger als Pressesprecher!
4.08 Uhr: Der Cecil B. DeMille Award für Scorsese. Einer der Gründe, warum ich überhaupt eingeschaltet habe. Tolle Collage seiner Werke, tolle "Shutter Island"-Promo, noch tollere Rede, weil sie zu einer Kinolektion wurde.
3.52 Uhr: Haneke, Schwarzenegger, Waltz - die heilige österreichische Dreifaltigkeit. Ich dachte ganz kurz, dass Stanley Tucci gewinnen würde. Tja, die Favoritenrolle wirst du bis zu den Oscars nicht mehr los, Christoph.
3.37 Uhr: Bester fremdsprachiger Film wird nicht völlig überraschend "Das weiße Band". Und wenn Außerirdische jemals innerhalb von wenigen Sekunden erklärt bekommen müssten, worin der wesentliche Unterschied zwischen Hollywood und dem europäischen Kino besteht, sollten sie einfach Michael Hanekes Weg auf die Bühne anschauen und seiner kurze Rede lauschen. Und ja, das war Arnold Schwarzenegger!
3.24 Uhr: Smug-Alarm: Jason Reitman gewinnt bestes Drehbuch! Ich mag ihn einfach nicht. "Juno" war toll, aber auch das Leben Diablo Codys.
3.02 Uhr: Meryl Streep für "Julie & Julia". Na ja. Sie schlägt sich selbst und ein bescheidenes Teilnehmerfeld: Bullock in "The Proposal", Julia Roberts in "Duplicity" ...
2.59 Uhr: Ricky Gervais wird immer besser, weil böser. Besondere Spezialität: Die eigenen Landsmänner wie Colin Farrell als Schläger und Trunkenbolde dissen. Hat was, ohne doppelten Boden zu arbeiten.
2.47 Uhr: Bester Song ging an "Crazy Heart", und Michael Giacchinos sehr guter "Up"-Score räumte ab. Irgendwie gab es auch wenig Konkurrenz, oder? Ich meine, James Horners "Avatar"-Score? Bitte! (Nachtrag: Wie ich gerade bei Christoph Petersens Filmstarts-Blog lese, war die Score-Kategorie 'kaum vorhersehbar'. Aha!)
2.21 Uhr: Bester animierter Film wurde Pixars "Up". Ich schrieb es über Twitter und schreibe es hier: Gerade dieses Jahr gibt es deutlich bessere, ja, fuchsigere Animationsfilme.
2.17 Uhr: Ach ja, beste Nebendarstellerin wurde Mo'Nique für "Precious". Nicht unverdient und noch weniger nicht erwartet. Die Kategorie braucht unbedingt Diane Kruger, um bei den Oscars wenigstens etwas spannend zu werden.
2.15 Uhr: Seit wann haben die Globes einen Moderator, der dann auch noch beißend sein darf und schön britisch allen Anwesenden gleich mehrfach auf die Füße tritt? Bin kein Ricky Gervais-Fan, aber zumindest jetzt Fan dieser schön unhollywoodschen Einleitung.
2.11 Uhr: Grüßgrüß Jack Bauer! So viel zum hochwertigen Senf!
Ab 2 Uhr gibt es hochwertigen Senf, wenn es das denn wert ist. Bin normalerweise kein Globes-Fan. Aber bei den Namen ...
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"Groupies bleiben nicht zum Frühstück" - Rothemunds "Alles für Lila" umgetitelt
Die Bedeutung eines griffigen Filmtitels kann gar nicht überschätzt werden. Als Movies & Sports im letzten Sommer von Marc Rothemunds Plänen berichtete, der Regisseur von "Pornorama" und "Ants in Pants" wollte Eckhart Schmidts Kultklassiker "Der Fan" remaken, waren wir eigentlich zum Scherzen aufgelegt. Aus einer harmlosen Nachricht einen Aufhänger für ein Desiree Nosbusch-Bild zu machen, war alles, was wir verlangen konnten. Rothemund gibt uns jetzt aber noch so viel mehr. Die Realität überflügelt die Fantasie, denn der ursprüngliche Filmtitel seiner Teenie-Liebesgeschichte lautete "Alles für Lila". Ende letzten Jahres floppte dann Daniel Brühls Komödie "Lila, Lila", scheinbar ein schlechtes Omen für den oscarnominierten Filmemacher. Und dann der geniale Geistesblitz: Neuer Titel wird "Groupies bleiben nicht zum Frühstück". Das ist nämlich nicht nur griffig und bleibt im Gedächtnis, es ist auch schmerzlich wahr. Ab dem 07. Oktober wird man die Gelegenheit haben, dieses Gleichnis dem anvertrauten Kartenverkäufer im Kino entgegenzuflüstern.
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"Fan"-Remake
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Trailertipp: "Der Räuber"
Nach Maren Ades Platz 3 der letztjährigen Film Comment-Bestenliste, dem Boxoffice-Achtungserfolg und Festivaltriumph von "Alle Anderen", läutet Benjamin Heisenberg die nächste Runde der Berliner Schule auf der in den Startlöchern stehenden 60. Jubiläums-Berlinale ein. Im offiziellen Wettbewerb, zwischen Scorseses "Shutter Island" und Polanskis "Ghost Writer", muss sich der existenzialistische Gangsterfilm "Der Räuber" als eines der aufregendsten deutschen Filmprojekte 2010 behaupten. Und Hauptdarstellerin Franziska Weisz ("Hotel") erinnert mich dabei an das Marienhof-Sternchen Leonore Capell. Nicht, dass ich das früher mal geschaut hätte ...
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Trailer
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Deutsche Filme attackieren US-Marktanteil
Kind of. Die deutsche Filmindustrie ist nicht gefeilt vor Flops und Rückschlägen, siehe "13 Semester" und "Nanga Parbat". Aber wenn dieses Wochenende etwas gezeigt hat, dann dass deutsche Filme aktuell ziemlich trendy sind, besonders wenn man sie groß in die Kinos bringt und verdammt viel Werbung schaltet. Die Komödie "Friendship!" beschert Matthias Schweighöfer seinen ersten eigenen Hit und der Industrie ein neues Sternchen, das nun offiziell am Boxoffice funktioniert. "Zweiohrküken" läuft unentwegt weiter auf die fünf Millionen-Zuschauermarke zu. Die "Dreiohrenten" sind quasi schon in der Mache. Und "Soul Kitchen" wird zum erfolgreichsten Fatih Akin-Film, während Hollywood, einmal von "Avatar" abgesehen, immer besser geeignet scheint, die unteren Chartspositionen mit mäßig laufenden Filmen auszupolstern. Die kommenden Wochen richtet sich unser Augenmerk auf die potentiellen deutschen Zuschauererfolge "Vorstadtkrokodile 2", "Zeiten ändern dich", "Die Friseuse", "Rock It" und "Engel mit schmutzigen Flügeln".
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Die DDR lebt - "Friendship!" ist erster deutscher Kinohit 2010
Wie erwartet, könnte man jetzt meinen. Vor ein paar Wochen war der Erfolg noch nicht so klar abzusehen. 370 Kopien waren dann aber vom Sony-Verleih eine deutliche Duftmarke, die nun vom ersten D-Trend des Fachorgans InsideKino am späten Freitagabend bestätigt wurde. Demnach ist das Schweighöfer-Vehikel "Friendship!" hervorragend aus den Startlöchern gekommen, steuert auf 275k Zuschauer am ersten Wochenende zu und ist damit der einzige ernstzunehmende Konkurrent für den Mega-Blockbuster "Avatar". Bis zu 1,5 Millionen Zuschauer sollten insgesamt möglich sein. Die relativ junge Produktionsschmiede Wiedemann & Berg wird sich die Hände reiben, hatte sie bereits im letzten Jahr den Smash-Hit "Männerherzen" für die Warner Brothers produziert. Seit dem weltweiten Siegeszug von "Das Leben der Anderen" läuft es einfach für die Münchner. Aber bekanntlich hat der Erfolg viele Väter. Und neben Wiedemann & Berg freut sich Til Schweigers Firma Barefoot Films, die mitproduzierte.
Update: Am Samstagmorgen sieht der Trend für "Friendship!" noch viel verheißungsvoller aus: Von 275k auf sehr starke 350k Zuschauer rauf, kämpft der Schweighöfer-Film beinahe um einen tausender Kopienschnitt. Wenn das so weitergeht, kann die Komödie kommendes Wochenende "Avatar" vom Thron stoßen. Gratulation!
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Wahnsinns-Projekt "Henri IV."
Umso mehr Player, umso mehr Spaß im Spiel, lautet meine Devise auf dem deutschen Kinomarkt. Es gibt den Giganten
Constantin und viele kleine Independentfirmen. Die Ufa will dieses Jahr wieder auferstehen, was spannend wird. Und X-Filme kehren mit zwei Prestigeprojekten ihrer wichtigsten Regisseure zurück. Auch die deutschen Zweigstellen der amerikanischen Majors sammeln fleißig weiter die immer größer werdenden Krümel auf. Trotzdem bleibt das Feld überschaubar. Und der Cineast sehnt sich nach den so viel bunter erscheinenden Zeiten, die Manfred Barthel in seinen nostalgisch verklärten, aber nicht weniger lesenswerten Erinnerungen, "Als Opas Kino jung war", so gekonnt zelebrierte.
Ja, der lernwillige Cineast horcht auf, wenn er von den Plänen Regina Zieglers erfährt, die ihr Engagement auf dem Kinomarkt verstärken will. Denn die rothaarige Powerfrau erinnert ihn entfernt an die legendäre Ilse Kubaschewski, Chefin des Gloria-Filmverleihs und leidenschaftliche Zuschauerkönigin der 1950er-Jahre mit Heimatfilmen, Militärschwänken und Arztschnulzen. Beides sind sie herausragende Beispiele dafür, wie sich Frauen in einer von Machos dominierten Industrie durchsetzen können. Regina Ziegler startete zwar im Kino des so genannten Neuen Deutschen Films in den 1970er-Jahren, konnte aber ihr kleines Imperium vor allem durch das Fernsehen aufbauen: Heute vergeht kaum eine Woche, in der nicht mindestens ein TV-Movie läuft, in dem Ziegler die Finger im Spiel hatte. Die markantesten Eckpunkte ihrer Karriere machen die in den 1990er-Jahren weltweit sehr erfolgreich gelaufenen "Erotic Tales" und der letztjährige Emmy-geadelte Mehrteiler "Die Wölfe" aus.
Kinoprojekte schob Ziegler in den letzten Jahren immer verhaltener an, auch weil der Erfolg bei den meisten Produktionen ausblieb. Wer hat zum Beispiel schon die Komödie "Suche impotenten Mann fürs Leben" gesehen. Nun "boomt" aber deutsches Kino gerade mehr oder weniger. Und
Ziegler Film ist wirtschaftlich bestens aufgestellt. Warum also nicht mal ein absolutes Traumprojekt angehen, einen Heinrich Mann-Roman etwa wie "Henri IV.", den man vor Ewigkeiten im Deutsch-Leistungskurs gelesen hatte. Dass die letzte erfolgreiche Heinrich Mann-Verfilmung aus den 1950er-Jahren stammt und "Der Untertan" hieß, ist einem dabei egal. Mit viel Mühe und Not kratzt man sich das gigantische Budget von 19 Millionen Euro zusammen, gestaltet den Film amphibisch, um auch von den öffentlich-rechtlichen Einrichtungen Unterstützung zu erfahren und packt oben drauf einen Haufen eigenes Kapital.
Über sieben Jahre hat Regina Ziegler mit Regisseur Jo Baier ("Wambo", "Der Laden") an diesem Traum gezimmert. International hat sie ihn angegangen, die Franzosen samt Geld und Schauspieler mit ins Boot geholt. In Tschechien drehen lassen. Quasi alles engagiert, was der deutsche Schauspielmarkt hergab: Joachim Krol, Andreas Schmidt, Sandra Hüller, Hannelore Hoger, Ulrich Noethen, Devid Striesow, Karl Markovics, Andre Hennicke und Wotan Wilke Möhring. Ein großes historisches Epos soll es werden. Und der Trailer macht schon was her. Was man sich aber auch ehrlicherweise fragen müsste: Wer soll sich das überhaupt anschauen? Ganz nach der Devise, wenn du es baust, werden sie schon kommen, schwimmt "Henri IV." zwischen "Die Päpstin" und Heinrich Breloers "Die Buddenbrooks". Der Constantin-Film hatte nur einen kleinen Vorteil: Er basierte auf einem Bestseller, den in den letzten zwei Jahrzehnten Millionen von Menschen gelesen hatten. Ich glaube, das kann man nicht von Heinrich Mann behaupten. Ich wüsste nicht mal, ob das Buch weiterhin auf den Lehrplänen der Deutsch-LKs vorkommt.
Was ich aber weiß, ist, dass der französische Hauptdarsteller Julien Boisselier in Deutschland so gut wie unbekannt ist. Aber gut, er könnte durchbrechen und ein Star werden. Und ich weiß, dass deutsche Hauptdarsteller wie Noethen oder Hoger schon gar nicht ein Massenpublikum ansprechen werden. Aber vielleicht tun sie es ja dieses Mal. Regina Ziegler ist mit diesem Traumprojekt ein großer Erfolg zu wünschen. Aber warum musste dieser Traum gerade Heinrich Mann heißen? "Henri IV." wird zuerst auf dem European Film Market der Berlinale zu sehen sein und am 18. März Deutschlandpremiere feiern.
Link: -
Trailer, -
Zieglers Filmografie
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Wie populär waren die Jerry Cotton-Filme der 1960er-Jahre?
Ziemlich populär, müsste die Antwort lauten. Man konnte sich denken, dass diese Filme profitabel gewesen sein mussten. Ansonsten hätte es keine sieben Fortsetzungen gegeben. Aber wie erfolgreich blieb mir bisher immer verborgen, besonders was genauere Zahlen betraf. Jetzt habe ich endlich den so heiß ersehnten Richtwert bekommen: Die acht Jerry Cottons hatten insgesamt rund 13 Millionen Zuschauer bei einem Gesamtbudget von 9,4 Millionen Mark, was ein Gesamt-Boxoffice von 34 Millionen Mark entsprach. Das nenne ich wirklich lukrativ! Die durchschnittlich 1,6 Millionen Zuschauer sollten aber für den neuen Cotton-Film kein Problem sein. Der Massenstart im März wird auf 600 bis 650 Kopien geschätzt.
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Bertie is back - "Manta, Manta" wird fortgesetzt
Drehstart soll noch dieses Jahr sein. Unglaublicherweise wird Superstar Til Schweiger wieder mitspielen. Habe über Twitter mal angefragt, ob Michael Keßler auch bereit wäre, Klausi wiederzubeleben.
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Christian Ditter dreht 3D-Fortsetzung "Wickie auf großer Fahrt"
Sehr smarter Zug der Constantin: Auf der Münchner Filmwoche kündigte der erfolgreichste deutsche Filmverleih des letzten Jahres eine baldige Fortsetzung seines größten Hits an. "Wickie auf großer Fahrt" soll bereits am 11. November 2011 in die Kinos kommen. Und zwar in 3D, berichtet Blickpunkt:Film. Diese fast logische Konsequenz hätte an nur an einer Personalie scheitern können, nämlich am nicht mehr zur Verfügung stehenden Michael Bully Herbig als Regisseur. Der Ersatz scheint nun sogar eine evidente Aufwertung des Franchise zu versprechen: Regisseur Christian Ditter vediente sich seine Sporen in genial verkannten deutschen TV-Serien wie "Türkisch für Anfänger" und "Doctor's Diary". Im letzten Jahr zeigte sein "Vorstadtkrokodile" Revival, wie gut eigentlich deutsche Kinderfilme sein können, wenn sie nur wollen. Diese Nachricht könnte sogar mich dazu bewegen, einmal einen Blick in "Wickie und die starken Männer" zu werfen.
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Schweighöfer-Komödie "Friendship!" startet mit 370 Kopien
Für Möchtegern-Thor Matthias Schweighöfer hätte 2009 nicht besser laufen können: Komparse bei Tom Cruise' "Operation Walküre", Marcel Reich-Ranicki im TV-Ereignis "Mein Leben" dargestellt, Star der ungesehenen Störtebecker-Komödie "Zwölf Meter ohne Kopf", Sidekick in der Erfolgs-Fortsetzung "Zweiohrküken" und dann auch noch einen "Tatort" dazwischen gequetscht. Es schien so, als ob kein deutscher Film im Kino anlaufen könnte, wenn nicht der Matze kurz mal in die Kamera geblinzelt hätte. Auch bekannt als Daniel Brühl-Phänomen. Und selbst wenn Schweighöfer nicht mitspielte, sorgte er trotzdem für Schlagzeilen, etwa durch das inzwischen berüchtigte GQ-Interview, in dem er amerikanischen Filmblogs gratis Gerüchte über das Casting des nächsten Superhelden-Megablockbuster in Hollywood lieferte.
Zu den Feierlichkeiten um den Tag der deutschen Einheit sollte letztes Jahr auch die 'Ossies Go West'-Komödie "Friendship!" mit Schweighöfer in die Kinos kommen. Der Verleih Sony verschob den Start aber aus ungeklärten Gründen um zwei Monate - und tat gut daran. Die andere Einheits-Komödie, "Liebe Mauer", floppte nämlich mit altem Starttermin katastrophal. Dieses Wochenende erfolgt also der zweite Anlauf und zwar gekonnt, wie man am relativ stattlichen Kopienaufgebot von 370 deutlich erkennen kann. Ganz der scharfen Joseph Garncarz-Theorie entsprechend, dass sich der deutsche Film in den letzten Jahrzehnten, wenn er erfolgreich sein wollte, an den klebrigen Hollywood-Mainstream anpassen musste, sieht "Friendship!" nicht nur aus wie eine US-Komödie, sie spielt zusätzlich in Amerika mit, einmal von den beiden Hauptdarstellern abgesehen, überwiegend amerikanischen Schauspielern.
Die Chartsprofis Mark G. und Drebins von InsideKino tippten Anfang Januar eine erfolgsversprechende Marge von 800k-1 Mio. Zuschauer und damit den ersten deutschen Kinohit 2010. Vorzeigekritiker Rüdiger Suchsland erinnerte im Filmdienst daran, dass Regisseur Markus Goller noch 2002 die Naturkatastrophe "Planet B - Mask Under Mask" verbrochen hatte, wohl definitiv einen der schlechtesten Filme aller Zeiten. Aber Suchsland sah auch Qualitäten, eine sehr gelungene Exposition, ironisch abgefederte Ostalgie und nicht mehr sein zu wollen als eine Komödie zum schnellen Vergessen. Was schon mal sicher sein sollte: "Friendship!" wird erfolgreicher starten als der Reinhold Messner-Film "Nanga Parbat", weil dieser nur 240 Kopien auffährt. So simpel sind die Chartsgesetze.
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Auch geile dt. Serie: "Kriminaldauerdienst"
Heute war auf Arte Premiere der dritten Staffel. Gedreht von Christian Zübert ("Lammbock"). Mit Laura Maori Tonke ("Baader"). Der Dank geht an Filmstarts, die den ganzen Tag über Twitter getrommelt haben. Schrecklicher Serientitel, ich weiß. Nur: Wirklich verdammt atemberaubende Serie. Ungefähr so stelle ich mir "The Wire" vor, nur dass ich dabei wieder viel weniger Dialoge verstehen würde.
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