Sonntag, 16. Juni 2019
„Die Sieger“ Director's Cut im BR

Meret Becker und Hannes Jaenicke in „Die Sieger“

Dominik Grafs neun Minuten längerer Director's Cut zum Action-Thriller „Die Sieger“ feiert seine TV-Premiere im BR.

Der Bayerische Rundfunk strahlt am 9. Juli den Director's Cut von Dominik Grafs „Die Sieger“ um 22 Uhr aus. Der Action-Thriller wurde restauriert und läuft in einer neun Minuten längeren Fassung erstmals im deutschen Fernsehen. Es sind dabei in einem aufwendigen Verfahren dank der Bavaria Film vor allem drei Szenen ergänzt worden. Es geht in „Die Sieger“ um die Beziehung zwischen zwei Polizisten eines Sondereinsatzkommandos, die Herbert Knaup und Hannes Jaenicke spielen. Das gialloeske Werk von 1994 wird parallel auch auf dem Filmfest München auf der großen Leinwand gezeigt. Seine Weltpremiere feierte die neue Fassung auf der diesjährigen Berlinale im Februar, wo der Termin ein Stell-dich-ein deutscher Über-Cineasten und Cinemenschen war.

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Samstag, 27. April 2019
Zum „High Life“-Kinostart: DFF bringt Claire-Denis-Retro im Mai

Denis an der Mostra | © nicolas genin, Wikipedia (CC BY-SA 2.0)
Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main ehrt die französische Regisseurin Claire Denis. Alle zwölf ihrer Spielfilme sind auf der Leinwand zu entdecken.

„Ihre Werke sind geprägt von einer fragmentarischen Erzählweise, welche die Erfahrung von Sinneseindrücken und Körperlichkeit hervorhebt.“ So beschreibt das Deutsche Filminsitut & Filmmuseum (DFF) in Frankfurt am Main die französischen Künstlerin Claire Denis. Der Vorzeige-Regisseurin widmet das Haus im Mai eine zwölf Werke umfassende Retrospektive, an deren Ende der offizielle deutsche Kinostart ihres neuen Sci-Fi-Films „High Life“ mit Robert Pattinson und Juliette Binoche am 30. Mai steht. Bis auf „Dreckskerle“ und „Meine schöne innere Sonne“ werden die Filme auf 35mm gezeigt.

Denis gilt allgemein als eine der besten gegenwärtigen Regisseurinnen. Sie wuchs als Tochter eines Kolonialbeamten in verschiedenen afrikanischen Ländern auf. Negative Space kann zum Einstieg in das vielschichtige Werk den schön düsteren „Les Salauds – Dreckskerle“ empfehlen. Als das Meisterwerk gilt „Der Fremdenlegionär“ aus dem Jahr 1999.

01.05. – Chocolat – Verbotene Sehnsucht (20.30 Uhr)
02.05. – Scheiß auf den Tod (18 Uhr)
05.05. – Ich kann nicht schlafen (20.30 Uhr)
07.05. – Nénette und Bon (20.30 Uhr)
10.05. – Der Fremdenlegionär (18 Uhr)
15.05. – Trouble Every Day (20.30 Uhr)
16.05. – 35 Rum (18 Uhr)
17.05. – Friday Night (18 Uhr)
18.05. – Der Fremde in meinem Herzen (20 Uhr)
21.05. – White Material (20.30 Uhr)
25.05. – Les Salauds – Dreckskerle (20.30 Uhr)
26.05. – Meine schöne innere Sonne (18 Uhr)

Link: - Programmheft Mai (S. 10)

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Dienstag, 23. April 2019
Streaming-Tipp: Jean-Luc Godards „Bildbuch“ bei Arte

„Bildbuch“: Nochmal allen zeigen, dass man immer der Beste war

Ein Streaming- und TV-Tipp für Kunstfritzen und die es mal werden wollen: Arte zeigt am Mittwoch Godards neuen Essay-Film „Bildbuch“.

Am 4. April ist Jean-Luc Godards neuer Film „Bildbuch“ erst in den deutschen Kinos angelaufen. Da zeigt ihn der Kultursender Arte bereits ein paar Tage später am Mittwochabend, den 24. April, im Programm. Bis zum 22. Juni ist er sogar in der Mediathek verfügbar. Das ist dem glücklichen Umstand geschuldet, dass der Sender 60 Jahre Kinorevolution feiert.

Dafür hat er um 20.15 Uhr Godards Debütwerk „Außer Atem“ programmiert. „Bildbuch“ läuft in der Spätschiene um 23.15 Uhr. Dabei geht es vor allem darum, so zu tun, als würde man noch verstehen, was der Nouvelle-Vague-Regisseur einem politisch sagen will. In Wirklichkeit ist man aber hinter den Kicks des Bilderreigens und den visuellen Spielereien her. In Cannes gab es dafür im vergangenen Jahr den Spezialpreis der Jury.

Link: - „Bildbuch“ auf Arte

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Montag, 9. Juli 2018
Neue Sight & Sound präsentiert die 100 Lieblingsbücher zum Thema Film

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Montag, 11. Dezember 2017
Streaming-Tipp: Rüdiger Suchslands Doku „Hitlers Hollywood“

Hitler und Goebbels bei der UFA | Bundesarchiv, Bild 183-1990-1002-500 (CC-BY-SA 3.0)
Heute um 23.35 Uhr strahlt Arte Rüdiger Suchslands Doku „Hitlers Hollywood“ in die Nacht aus. Danach gibt es aber in der Mediathek eine Woche lang die Gelegenheit, den Film nicht zu verpassen. Ein Streaming-Tipp von Michael Müller

Der von mir einst verehrte, heute eher zwiespältig wahrgenommene deutsche Filmkritiker Rüdiger Suchsland hat den Dokumentarfilm „Hitlers Hollywood – Das deutsche Kino im Zeitalter der Propaganda 1933-1945“ gedreht. Damit schaffte er es im September sogar auf das prestigeträchtige Telluride-Festival, wo ansonsten die Oscar-Filme der Saison ausgerufen werden. Das passt: Denn in den verschneiten Bergen von Colorado wurde in den 1970er-Jahren auch die Regisseurin Leni Riefenstahl wieder in den cineastischen Pantheon aufgenommen – übrigens vor allem durch New Hollywood-Regisseure. Da schließt sich also ein Kreis.

Vom 11. bis zum 18. Dezember 2017 ist Suchslands Doku in der Arte-Mediathek zu sehen (unten verlinkt). Am Montag ist er in den letzten Programmtag der 100-Jahre-Ufa-Retrospektive des deutsch-französischen Senders eingebunden: Erst läuft von Sternbergs „Der blaue Engel“ mit Marlene Dietrich, dann Veit Harlans „Opfergang“ mit Kristina Söderbaum. Zum Abschluss zur Geisterstunde folgt Suchslands Werk.
Braucht es Schutzpatron Kracauer?
Ich hätte mir doch noch mehr die filmjournalistische Schule eines Eric Rentschlers („Ministry of Illusion“) gewünscht als den erhobenen Zeigefinger von Erwin Leiser („Deutschland, erwache!"). Braucht es denn immer noch den ewigen Film-Paten Siegfried Kracauer, der einem den intellektuellen Unterbau bereitet? Sind dessen Thesen nicht bereits beim Weimarer Kino widerlegt worden? Und wie kann man eine Doku über den Film des Dritten Reiches drehen, aber mit keinem einzigen Wort Werner Hochbaum erwähnen? Und wenn schon von einem der besten deutschen Regisseure aller Zeiten, nämlich Helmut Käutner, schwärmen, müsste die Doku nicht 200 anstatt 100 Minuten laufen? Fragen über Fragen.

„Hitlers Hollywood“ ist etwas wirr und sprunghaft, das Konzept erschließt sich mir nie so ganz. Irgendwann darf Susan „Fascinating Fasicm“ Sontag noch einen Satz in die Kamera sagen und Hannah Arendt wird irgendwo noch reingequetscht. Aber es ist eine wahre Freude, so viele digital restaurierte Ausschnitte in formidabler Bildqualität wiederzusehen. Suchsland Film richtet sich eher an Einsteiger denn an Filmhistoriker. Wenn Suchsland schwärmt, wagt er etwas. Dann sind seine Beobachtungen spannend. Ansonsten werden viele klassische Eckpunkte pflichtschuldig abgehakt (Der antisemitische Film, der Genie-Film, die Morgengaben 1933 usw.).

So machen die Schnappschüsse und angerissenen Regie-Biografien vor allem Lust auf mehr. Die Karl-May-Verfilmung „Durch die Wüste“ (1936), „Großstadtmelodie“ (1943) von Wolfgang Liebeneiner oder „Zwei in einer großen Stadt“ (1942) von Volker von Collande will ich jetzt nachholen. Es ist letztlich ein schlampig sortierter, wenn auch anregender Gemischtwarenladen. Wer richtig in die Tiefe gehen will, macht mit Eric Rentschler oder dem französischen Duo Francis Courtade und Pierre Cadars („Geschichte des Films im Dritten Reich“) weiter.

Arte-Stream | 100 Jahre Ufa

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Dienstag, 5. Dezember 2017
Berlinale-Abrechnung: Negative Space zu Gast beim hochverehrten Wollmilchcast

Joaquin Phoenix in „A Beautiful Day“ | © Why Not Productions
Über die Berlinale mit und nach Dieter Kosslick: Negative Space war zu Gast im Wollmilchcast.

Wann lädt einen schon der Wollmilchcast in seine heiligen Hallen? Der Berlin-Aufenthalt für Negative Space-Chefredakteur Michael Müller hätte sich bereits allein für diesen Podcast-Besuch gelohnt gehabt. Ausgangspunkt des Gesprächs mit Jenny Jecke und Matthias Hopf war die Erklärung der 79 Regisseure, die sich einen Neuanfang bei der Berlinale wünschen. Darüber hinaus ist es aber vor allem ein ziemlich hörenswertes Gespräch über Filmfestivals geworden – und was man von ihnen erwartet.

Ab 00:55:35 diskutieren wir auch den neuen Lynne-Ramsay-Film „You Were Never Really Here“, der in Deutschland jetzt „A Beautiful Day“ heißen wird. Und ab 01:12:00 machen wir noch einen kleinen Hofknicks vor der französischen Entdeckung „Ava“. Beides Filme, die auf dem famosen Around-the-World-in-14 Films-Festival in der Berliner Kulturbrauerei liefen.



Links: - Mehr Wollmilchcasts, - The Gaffer, - Das Film Feuilleton

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Mittwoch, 15. November 2017
Streaming-Tipp: Die chinesische Alzheimer-Doku „Mrs. Fang“ (Wang Bing)

Die besten Tage unseres Lebens: „Mrs. Fang“ © Wang Bing
Für Über-Cineasten, Doku-Freaks und Hartgesottene: Wang Bings fantastische Doku „Mrs. Fang“ über den Tod. Wirklich nicht leicht durchzustehen, aber ein Werk voller Wunder – und vieler bizarrer Angelszenen. So möchte man sterben. Oder auch nicht. Wang Bing schaut genau hin, wahrt aber die Würde. Den Gewinner des Goldenen Leoparden von Locarno gibt es bis 12. Januar 2018 in der Arte-Mediathek zu bestaunen:

Arte-Stream | Negative-Space-Podcast

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Samstag, 12. August 2017
Kettcar sind zurück - Video zu "Sommer '89"

"Sie kamen für Udo Lindenberg"

Am 13. Oktober erscheint das neue Album "Ich vs. Wir". Das Video ist gut gemacht, aber es sind die mitreißenden, epischen Lyrics von Kettcar, die den Song "Sommer '89" für Negative Space qualifizieren. Das Hamburger Label Grand Hotel van Cleef feiert damit sein 15-jähriges Jubiläum. Einen vor den Latz geknallt: Ein Hoch auf Spaghetti-Legende Lee Van Cleef!

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Donnerstag, 10. November 2016
Siegfried-Kracauer-Preis für Filmkritiker Ekkehard Knörer

Justus Nussbaum, Wikipedia / CC BY-SA 3.0
Der Herausgeber der Filmzeitschrift Cargo, Ekkehard Knörer, ist der Gewinner des diesjährigen Siegfried-Kracauer-Preises. Die Verantwortlichen nutzten die Preisverleihung auch, um die Einstellung der Traditionszeitschrift Filmdienst anzuprangern.

Ekkehard Knörer (siehe Bild oben) hat am Donnerstag den Siegfried-Kracauer-Preis für die beste Filmkritik gewonnen. Seine Kritik "Außer sich" zum Nicolette-Krebitz-Film „Wild“ erschien diesen März in der Zeitschrift Cargo. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Das Stipendium für das Jahr 2016/17 in Höhe von insgesamt 12.000 Euro erhält Patrick Holzapfel, der eine sechsteilige Artikelserie zum Thema „Zukunft des Kinos“ sowie einen regelmäßigen Blog verfassen wird. Die Preisübergabe fand während der feierlichen Verleihung des Kinoprogrammpreises NRW im Rahmen des Film- und Kinokongresses in Köln statt, wie der Verband der deutschen Filmkritik mitteilte.

Die nach dem Filmtheoretiker ("Von Caligari zu Hitler") benannte Auszeichnung wird jährlich vergeben. Zu der von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und dem Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) ins Leben gerufenen Initiative kam 2016 als neuer Partner die Film- und Medienstiftung NRW hinzu. Beide Filmförderungen stiften den Preis gemeinsam. „Wir freuen uns, diese Auszeichnung nun zum dritten Mal zu vergeben und so wieder auf einige herausragende Filmkritiken des letzten Jahres aufmerksam zu machen", sagte der MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen. Gute Filmkritiken seien oft selbst kleine Kunstwerke. 2015 gewannen ex aequo die Journalisten Andreas Busche (epd-Film) und Toby Ashraf (sissy-Magazin) den Siegfried-Kracauer-Preis für die beste Filmkritik.
Der Sprachstil gab den Ausschlag
Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, unterstrich: „Mit dem Siegfried-Kracauer-Preis möchten wir die besondere Bedeutung der Filmkritik für unser Metier hervorheben. Eine gute Kritik ist Werbung für Filme, Feedback für die Macher und ein wichtiger Beitrag zum kulturellen Diskurs." Die diesjährigen Nominierungen und Arbeiten von Preisträger Ekkehard Knörer und Patrick Holzapfel belegten die Bandbreite und Qualität der Filmkritik eindrucksvoll.

Die diesjährige Jury bestand aus der Regisseurin Barbara Albert, dem Geschäftsführer von Real Fiction Filmverleih, Joachim Kühn und dem Filmkritiker Sven von Reden. Ekkehard Knörer habe unter 69 Bewerbern für die beste Filmkritik mit seinem Sprachstil überzeugt, der die „Wahrnehmung des Films“ widerspiegele, so die Jury. Weiter heißt es in ihrer Begründung: „Wir bekommen sofort Lust aufs Kino, wollen den Film (noch einmal) sehen.“ Den zukünftigen Stipendiaten Patrick Holzapfel würdigte die Jury für seinen „ebenso persönlichen wie reflektierten Zugang zum Kino“. Seine Texte offenbarten eine „fühlbare Leidenschaft für den Film mit einem für sein junges Alter erstaunlich breitem Wissen über Filmgeschichte und Weltkino“.

Der Verband der deutschen Filmkritik dankte am Abend der Verleihung dem bisherigen Medienpartner Filmdienst, würdigte dessen filmkritisches Engagement und bedauerte das bevorstehende Aus für die Printausgabe. „Die Zukunft des Kinos ist nach derzeitigem Stand gesicherter als die Zukunft der Filmkritik“, so das ernüchternde Fazit des Abends. Die Stiftung des Siegfried-Kracauer-Preises für Filmkritik durch zwei einflussreiche Filmförderungen wertete der Verband jedoch als hoffnungsvolles Zeichen für die Filmkritik, den Film und das Kino.

Link: - Hanns-Georg Rodek über das Aus des Filmdienst

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Mittwoch, 9. November 2016
Supernase Thomas Gottschalk kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Christliches Medienmagazin pro, flickr / CC BY-SA 2.0
Der Entertainer Thomas Gottschalk kehrt ins Radio zurück. Nicht der Piratensender Powerplay, sondern der Bayerische Rundfunk bietet ihm ab kommendem Januar eine dreistündige Musikshow.

Thomas Gottschalk dreht einen neuen Supernasen-Film? Noch nicht, aber es könnte bald der Fall sein. Denn nachdem der Meister des Samstagabends die vergangenen Jahre durch das RTL-Programm gegeistert ist, besinnt sich der Kulmbacher jetzt auf seine Wurzeln. Ab dem 8. Januar wird Gottschalk einmal pro Monat von 19 bis 22 Uhr auf dem Radiosender Bayern 1 wieder eine Radioshow moderieren. Das ist immer der erste Sonntag im Monat. In Zeiten des Podcast-Booms ist das eine recht clevere Entscheidung.

"Ich freue mich darauf, bei Bayern 1 die Hörer wieder einzusammeln, die mir vor über 30 Jahren abhandengekommen sind", sagte Gottschalk gegenüber seinem neuen Arbeitsgeber. Rock-Klassiker aus seiner Jugend sollen das Musikprogramm bestimmen. Bei Bayern 3 hatte die Supernase seine Karriere als Moderator begonnen. Diese Zeit ist auch der unterhaltsamste Teil seiner Autobiografie "Herbstblond". Auf seiner Buchtour wurde er immer wieder darauf angesprochen. Gottschalk folgt mit diesem Engagement auch dem Wunsch seines Publikums. Jetzt muss er nur noch Mike Krüger anrufen und Sigi Rothemund ein Zeichen geben. Dann werden die Trikes aus der Garage geholt, der "Big Mäc" eingepackt und der "Piratensender Powerplay" reaktiviert.

Link: - "Herbstblond" - Eine Nase tankt E10

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