Montag, 21. November 2011
Celluleute-Podcast #41 online
Der beste deutschsprachige Filmpodcast, wo es gibt, nimmt wiedermal Fahrt auf, überwindet die ewig scheinende Durststrecke der letzten Monate Podcastabstinenz und haut jetzt seine 41. Episode raus, in der auch der schwäbische Ober-Cineast Khalil 'Criterion' Böller zurück aus seinem offenbar launigen Thailand-Urlaub findet. Jetzt fehlen nur noch Etienne Gardé und Viktor Pop, die Pauline Kael unter den Celluleuten, im großen Rundumschlag zum Jahresabschluss, um die Fääns rundum glücklich zu machen. Aber bitte nicht alle "Drive" auf die Eins setzen!

Link: - Celluleute #41

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Dienstag, 19. April 2011
Celluleute-Podcast findet neues Zuhause
Der Celluleute-Podcast, einer der ganz wenigen extrem hörenswerten deutschsprachigen Film-Podcasts, hat jetzt eine richtige Homepage bekommen. Sie ist noch im Aufbau begriffen. Dafür hat sie bereits die allerwichtigsten Filmseiten verlinkt. Weiterhin geplant sind finanzielle Einnahmequellen wie Amazon-Links und Flattr-Buttons, aber auch ein multifunktionales Forum, wo man Philipp Jordan, Viktor Pop, Carsten Pohl und Khalil Böller virtuell die Eier kraulen kann - oder Kontra gibt. Je nach Geschmack. Auf jeden Fall ist das ein positives Signal: Drohte der Celluleute-Podcast doch etwas im Schatten von Jordans Spin-off-Projekt, dem fast genauso hörenswerten Happyday-Podcast, zu verschwinden.

Links: - Neu, - Alt, - Mehr

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Samstag, 25. Dezember 2010
Philipp Jordan, der Freund von Häuptling Stinkefinger
Der Kopf des Celluleute und neuerdings auch des Happy Day Podcasts sowie der Künstler hinter dem 1000 Teddies Project ist heute nicht mehr aus der deutschsprachigen Kritikerszene wegzudenken. Aber wer steckt hinter dem Namen Philipp Jordan (siehe Foto). Alles begann 1974 in dem damaligen Regierungssitz Bonn. Bereits in früher Jugend entdeckte PJ sein besonderes Verhältnis zu Teddybären. Sogar von Liebe war die Rede. Bereits im Alter von 15 entwickelte er erste Comic-Strips, um sich anschließend dem Thema Graffiti und dessen Technik zu widmen. Nach einem mehrjährigen Internatsaufenthalt legte PJ im Jahre 1995 am Heisenberg-Gymnasium in Karlsruhe sein Abitur ab. Seine eher mittelmäßigen schulischen Leistungen fanden ihre Krönung in einer mündlichen 2-Punkte-Abiturprüfung im Fach Mathematik. Wie sehr ihn seine Schulzeit geprägt hat, wird nicht zuletzt in seiner bis heute andauernden Faszination für Heisenberg (siehe Foto) deutlich. Nach dem Abitur studierte er Grafik-Design in Stuttgart und Freiburg sowie Illustration an der Art-Academy in Utrecht, wo er bis heute mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt und arbeitet.

Links zur Person:

https://www.teddiesinspace.com/

https://www.myspace.com/philippjordan

https://twitter.com/teddiesinspace

https://www.facebook.com/philipp.jordan1

https://de-de.facebook.com/happydaypodcast

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Donnerstag, 19. August 2010
Celluleute-Podcaster Carsten Pohl schwärmt von "Adèle und das Geheimnis des Pharaos"
Ich will den neuen Luc Besson-Film, die Jacques Tardi-Comicverfilmung "Adèle und das Geheimnis des Pharaos", seit Monaten sehen. Über die nackten Zahlen und Namen, die ersten zaghaften Bilder, ja bis zu den Teasern und Trailern habe ich mich gehangelt und bin dem Projekt treu geblieben, auch nachdem der Spielfilm mehr oder weniger schwer am französischen Boxoffice gestrauchelt ist. Am 30. September ist erst deutscher Kinostart, was den Verleiher Universum nicht davon abhält, ihn durch die Sneak Previews dieser Republik zu jagen. Die Stammkraft des Celluleute-Podcast, Carsten Pohl, ist bekennender Anhänger des Paralleluniversums, wo man häufig schlechte und ganz schlechte Filme viel früher oder überhaupt vor allen anderen sieht. Manchmal hat man aber auch Glück und stolpert über eine Perle wie "Adèle", von welcher Carsten in der siebtzehnten Ausgabe des cinephilen Zwiegesprächs so ausgiebig schwärmte, wie es die vorgerückte Zeit zuließ. Als Mischung aus "Die Mumie", "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" und "Der Sternwanderer" beschrieb er Bessons Film, der ihm viel besser gefallen hat, als dass das auf Anhieb klingen mag.

Links: - Celluleute #17, - Häh, Celluleute?, - Ah, Celluleute!

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Montag, 19. April 2010
Celluleute: Der Frauenfußball unter den Filmen
"Wenn man da in der Videothek ist … ich weiß, dass es sich manchmal so anfühlt, wenn man sich einen deutschen Film holt, als hätte man keinen richtigen Film, sondern nur so ne halbe Sache."

(Philipp Jordan, Moderator des Celluleute-Podcast)

Letzten Mittwoch, im ebenso hörenswerten wie unterhaltsamen Celluleute-Podcast Nummer vier, erhielt man einen sehr guten Eindruck, als die Teilnehmer ihre Top Ten-Listen der liebsten deutschen Filme entblätterten, wie hoffnungslos gestört noch immer das Verhältnis zwischen deutschen Filmfans und der eigenen Filmgeschichte ist. Die Erklärung dafür wäre nur allzu leicht: Eine endgültig zusammengebrochene deutsche Filmindustrie Anfang der 1970er-Jahre, worauf zwei Jahrzehnte Weichklopfens durch die verbissene Ernsthaftigkeit des Neuen Deutschen Films folgten, was nahtlos in eine absolute und bis heute anhaltende Dominanz der Hollywoodfilme überging.

Genau davon erzählen die vier Listen der Celluleute, aber auch von einer feinen Differenzierung, nämlich der einen Hälfte des Podcast, die bekennender, wenn auch nicht allumfassender deutsche Filme-Hasser ist und der anderen Hälfte, die wohl auch das Thema angestoßen hatte und durchaus etwas mit dem deutschen Film anzufangen weiß, auch wenn sich deren Begeisterung überwiegend aus den letzten beiden Jahrzehnten deutschen Filmschaffens speist. Die deutsche Filmgeschichte, also Weimarer Stummfilme, Nazi-Komödien, Heimat- und Lederhosenfilme, Werner Herzog und Rainer Werner Fassbinder, ist dabei eher ein Schreckgespenst als denn eine unendlich tiefe Schatztruhe voller wertvoller Filmperlen, der zaghaft und nur in Ausnahmen mit Urklassikern wie „Die Feuerzangenbowle“, „Die Brücke“ und „Winnetou“, die man vielleicht noch bei den Eltern, vielleicht schon als eigensinniger Bub aufgeschnappt hat, gehuldigt wird.

Und sie haben ja auch ernsthafte Gründe, warum einige auf deutsche Filme besonders allergisch reagieren: Carsten etwa, treuer Sneak-Jünger seit vielen Jahren, hat das Grauen gesehen. Und das Grauen hat viele Namen: „Caipiranha – Vorsicht, bissiger Nachbar!“, „Suche impotenten Mann für’s Leben“ oder „Short Cut to Hollywood“. Nur: Wahrscheinlich hat er genauso viele - wenn nicht sogar mehr - schlechte Hollywoodfilme auf diese Weise kennengelernt, die keinen beißenden Nachgeschmack hinterlassen haben, weil er eben regelmäßig auch die besten Filme aus den USA sieht. Und mal ehrlich, wenn man danach gehen würde, dürfte kein Deutscher mehr in amerikanische Filme rennen, so viel Grütze befindet sich regelmäßig unter den erfolgreichsten Filmen des Jahres. Drei der dicksten Blockbuster der vergangenen Spielzeit hießen „New Moon“, „2012“ und „Harry Potter und der Halbblutprinz“ – allesamt entsetzliche Langweiler und Rohrkrepierer. Nein, hier geht es immer wieder nur um dreierlei: Filmsozialisation, Werbepower und Filmbudgets.
Die Top Ten-Listen:

I. Philipp

- Exil-Deutscher in den Niederlanden -

Jenseits der Stille (Platz 1)

Die Feuerzangenbowle
Nach Fünf im Urwald
Bang Boom Bang
Das Leben der Anderen
Das Experiment
Lammbock
Der Untergang
Theo gegen den Rest der Welt
Die fetten Jahre sind vorbei

II. Patrick

- Milchfabrik-Liebhaber -

Lola rennt (Platz 1)

Same Same But Different
Knockin On Heaven’s Door
Die Brücke
Otto-Filme
Pappa ante Portas
Das Boot
Winnetou
Spur der Steine
Superstau

III. David

- Hat jetzt viele Geburtstage und so -

01. Das Leben der Anderen
02. Der Untergang (& Das Parfum)
03. Kein Pardon
04. Die Welle
05. Herr Lehmann
06. Das Experiment
07. Der Totmacher
08. Go, Trabbi, Go
09. Full Metal Village
10. Vier Minuten
10. Ein Freund von mir
12. Baader Meinhof Komplex

IV. Carsten

- Hat alle Alben von Alanis Morissette -

01. Lola rennt
02. Bang Boom Bang
03. Pappa ante Portas
04. Die unendliche Geschichte
05. Winnetou
06. Die Feuerzangenbowle
07. Manta, Manta
07. Otto – Der Film
07. Werner – Der Film

Link: - Celluleute-Podcasts, - Elfriede Jelinek ("Antichrist"-Hilfe)

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Dienstag, 6. April 2010
Hörtipp: Der deutsche Filmpodcast Celluleute
Gute, regelmäßige Filmpodcasts aus deutschen Landen sind keine Seltenheit: es gab sie schlichtweg nicht. In den USA hat inzwischen beinahe jeder zweite Filmblog - und von denen gibt es quasi unzählige - einen angehängten Podcast, in dem Filmnerds Weltherrschaft spielen können. Und unabhängig ob deren Qualität befinden wir uns dazu noch ganz am Anfang. Über das Fantasy Filmfestival hinweg gab es eine Zeitlang den launigen F.LM-Podcast, der ohne Widerworte gehört wurde, weil es eben in deutscher Sprache keine Alternative gab. Den ein oder anderen viel zu amateurhaften Versuch in breitgewalztem Dialekt ließ man gleich ganz unter den Tisch fallen. Den einen echten Lichtblick dagegen, der das Unterhaltungsniveau der sehr süffigen US-Podcasts noch übertraf, stellten die unregelmäßigen cineastischen Ausschweifungen der filmverrückten Redaktion des MTV-Magazins GameOne dar, die vor allem nur die allerwichtigsten Themen unserer Zeit beackerte: ultrapopuläre Sommerblockbuster, Quentin Tarantino und natürlich die Oscars.

Daraus wiederum verwies einer der Teilnehmer per Twitter, namentlich Etienne Gardè, auf die wirren Aufnahme-Experimente des scheinbar freundschaftlich verbundenen, ebenso gamesorientierten Maniac-Forums. Wie sich herausstellen sollte, ein guter Tipp. Celluleute nennt sich dort ein halbes Dutzend Stimmen, das man nur ganz langsam lernt auseinanderzuhalten und das ungefähr anderthalb bis zwei Stunden ununterbrochen über Filme redet. Zuerst über aktuelle Filmnews, dann über zuletzt gesehene Filme, um mit dem regelmäßigen Höhepunkt abzutreten: dem Präsentieren schnell gefertigter bis improvisierter Top Five-Listen zu Lieblingsgenres wie RomComs (teilweise schockierende Auswahl) oder Horrorfilmen. Für die dritte Sendung ist bereits der Themenschwerpunkt, der noch jede nostalgischen Neuronen einer gewissen Generation zum Glühen gebracht hat, angesetzt: Filme der 1980er-Jahre. Und wenn man den bisherigen Gesprächsverlauf richtig einschätzt, dann vor allem Hollywoodfilme der 1980er-Jahre. Celluleute erfüllt die wichtigsten Kriterien eines funktionierenden Filmpodcasts, der bei der Stange hält: Er ist unterhaltsam, er läuft lange und kommt regelmäßig. Außerdem besitzt das Ganze einen gewissen Charme, und die Chemie zwischen den Teilnehmern stimmt, was heißt, dass es ständig irgendwelche Frotzeleien gibt.

Link: - Celluleute

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