Montag, 3. Juni 2019
Rare 35mm-Filmkopien aus Italien auf dem 6. Terza Visione

Der Spaghetti Western „Der Mörder des Klans“ mit Klaus Kinski

So viele exklusive italienische Originalkopien wie noch nie: Das Genrefestival Terza Visione hat in seiner sechsten Ausgabe wieder ein cineastisches Festmahl der Extraklasse bereitet.

Das Festival des italienischen Genrefilms, das Terza Visione, gehört zu den Pflichtterminen unter deutschen Cineasten. Vom 25. bis 28. Juli findet die 6. Ausgabe wieder im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main statt. Am Montag veröffentlichte das Festival jetzt die Titel der fünf raren Perlen, von denen vier als eigens aus Italien importierte Unikatkopien mit selbst erstellten deutschen Untertiteln nach Deutschland kommen.

Das Angebot reicht vom Joe D'Amato-Sleaze „Die Lust“ (1985), dem Tränendrücker „Am Tag, als der Weihnachtsmann weinte“ (1978) und der Naziploitation „Die letzte Orgie des Dritten Reichs“ (1977) von Cesare Canevari bis zum Disco-Craze „Jocks“ (1984), der eine spezielle Empfehlung vom italienischen Genre-Experten Roberto Curti erhielt. Dazu kommt der Ferdinando-Baldi-Film „Ich protestiere nicht, ich liebe“ mit Jungspund Terence Hill. „Es wird diesmal so viele italienische Originalfassungen im Programm geben wie noch nie, dabei gleichzeitig aber auch viel mehr deutsche statt englische Untertitel als zuletzt“, versicherten die Terza-Visione-Leiter Andreas Beilharz und Christoph Draxtra.
Dienstag kommt der Timetable
Bekannt waren bereits die Titel „Die Verlobten des Todes“ (1956), „Mania“ (1974), „Gewalt: Die 5. Macht im Staat“ (1972), „Der Mörder des Klans“ (1970) und „Vier Mal heut Nacht“ (1971). Darunter befinden sich Werke von Regisseuren wie Mario Bava, Renato Polselli und Giuseppe Vari. Als Eröffnungsfilm läuft Argentos Klassiker „Suspiria“, als Rausschmeißer fungiert Fulcis „Das Haus an der Friedhofmauer“. Der Fokus des Festivals liegt aber eindeutig auf Entdeckungen. Am Dienstag wurden die letzten drei Filme des Programms ergänzt: „Das letzte Paradies“ (1955), „Sanft sinkt der Tod“ (1972) und „Spell (Süßes Schlachthaus)“ von 1976. der Timetable und der Start der Dauerkarten-Reservierung folgt.

Schönerweise gibt es eine Kontinuität bei wieder entdeckten Genres wie dem Musicarello, Regie-Geheimtipps wie Polselli, aber auch großen Meistern wie Bava oder D'Amato. Vergangenes Jahr kamen als Stargäste der Regisseur Roger Fritz und die Schauspielerin Doris Kunstmann zu Besuch. Zu den Entdeckungen zählten Vittorio De Sistis „Breakdance Sensation 1984“, Romolo Guerrieris Gangsterfilm „Frei, bewaffnet und gefährlich“ und Lucio Fulcis meisterhafte Komödie „Mit Damenbedienung“.

Wer sich schon einmal auf Ende Juli einstimmen will, kann das mit der Cinema-Italiano-Reihe des Kultursenders Arte machen. Da gibt es aktuell in der Mediathek Michelangelo Antonionis „Die mit der Liebe spielen“, den Gewinner des Goldenen Löwen von Venedig 1963, „Hände über die Stadt“ von Francesco Rosi, und die Komödie „Arme Millionäre“ von Dino Risi.

Link: - Cinema Italiano auf Arte, - Timetable

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